Frankfurt (BoerseGo.de) – Die globale Stahlnachfrage kühlt sich nach Auffassung der Rohstoffexperten der Commerzbank ab. Die Produktion der chinesischen Stahlhersteller ist im September reduziert worden, wie die Experten in ihrem „TagesInfo Rohstoffe“ berichten. Mit 56,7 Millionen Tonnen wurde rund 6 Prozent weniger produziert als im Rekordmonat Mai.
Zudem sei der Preis für gewalzten Stahl in China seit Anfang September um 13 Prozent gesunken, was ebenso auf einen Rückgang der Nachfrage hindeute. Ins Bild passe auch die Entwicklung der Preise für Eisenerz, die in dieser Woche auf ein 15-Monatstief gefallen sind. Seit Anfang September hat sich Eisenerz damit um rund 27 Prozent verbilligt.
Man gehe davon aus, dass die Preise für Eisenerz vorerst unter Druck bleiben werden und sich die Stahlproduktion abschwächen wird. So seien die chinesischen Stahlpreise seit Anfang September um mehr als 10 Prozent auf den tiefsten Wert seit Dezember 2010 gefallen. Für den Stahlpreis an der London Metal Exchange sehe man daher Abwärtsrisiken.
Jens Lüders
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