New York (BoerseGo.de) – Die weltweite Stahlnachfrage könnte im Jahr 2012 weniger stark wachsen als ursprünglich gedacht. Einer Schätzung von Bloomberg unter Stahlproduzenten, Analysten und Händlern zufolge wird das Wachstum geringer ausfallen als von der World Steel Association erwartet.
Die globale Nachfrage wird nach einer Prognose der World Steel Association im Jahr 2012 um 5,4 Prozent wachsen. Im Jahr 2011 hatte es ein Plus von 6,5 Prozent gegeben, welches zu einem Stahleinsatz von 1.398 Millionen Tonnen geführt hat. Im Jahr 2010 war ein Anstieg von 15,1 Prozent verzeichnet worden.
Die Umfrage von Bloomberg erwartet nur ein Wachstum um 4,5 Prozent. Einzelne Umfrageteilnehmer zeigten sich mit einem erwarteten Plus von 1,2 Prozent besonders pessimistisch. Alle Schätzungen gehen davon aus, dass sich das Wachstumstempo im Jahr 2012 auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren verringern wird.
„Die Abkühlung der Wachstumsdynamik in China und Europa ist der Hauptgrund für die zu erwartende Entwicklung. Ich bin pessimistisch, was die Nachfrageaussichten in Europa betrifft. Die negativen Auswirkungen der Haushaltsdefizite und die Schuldenkrise begrenzen das Potenzial für die Stahlnachfrage“, sagte Helen Lau, Analystin bei „UOB Kay Hian“.
Jens Lüders
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: