Spanien sucht Unterstützung für EZB-Liquiditätsspritze - Zeitung

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | EZB-Nachrichten (Dow Jones) | Datum: 20.05.2012

MADRID (Dow Jones) - Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sucht die Unterstützung von Bundeskanzlerin Merkel für eine Liquiditätsspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) an die spanischen Banken. Das berichtet die Zeitung "El Pais" unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach will Rajoy darüber mit Merkel am Rande des NATO-Gipfels in Chicago sprechen.

Rajoy wolle nicht um Hilfe seitens der Euro-Rettungsfonds bitten, da dies "sein politisches Ansehen zerstören" würde, und eine Belastung für ganz Spanien zur Folge hätte wegen der mit den Finanzhilfen verbundenen Auflagen, schreibt die Zeitung.

Da Rajoy kaum noch über Optionen verfüge, ohne internationale Hilfsmaßnahmen auszukommen angesichts der steigenden Kosten und der Rezession in Spanien, suche er nun die Hilfe der EZB. Diese beinhalte auch den Kauf von Staatsanleihen, so "El Pais" weiter. Eine offizielle Stellungnahme aus dem Ministerium zu dem Zeitungsbericht war zunächst nicht zu erhalten.

DJG/DJN/gos

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