Sony rutscht im 3. Quartal in die roten Zahlen - Ausblick deutlich gesenkt

Kategorie: Asien-News | Top-Artikel | Asien-News (Macquarie) | Datum: 02.02. 09:04

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Tokio (BoerseGo.de) – Der japanische Elektronikkonzern Sony mit Sitz in Tokio ist im dritten Quartal (per Ende Dezember) tief in den roten Bereich gerutscht. Zugleich senkte das Unternehmen seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2011/12 deutlich.

Der Nettoverlust für das dritte Quartal 2011/12 wurde mit 159 Milliarden Yen angegeben, wie der Unterhaltungselektronikkonzern am Vortag nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen im Durchschnitt mit einem Gewinn von 8,8 Milliarden Yen für das dritte Quartal gerechnet. Im Vorjahresquartal konnte Sony noch einen Gewinn von 72,3 Milliarden Yen verbuchen. Der Umsatz gab ebenfalls deutlich nach und fiel von 2,20 Billionen Yen auf 1,82 Billionen Yen. Das operative Ergebnis gibt der Konzern für das Quartal mit minus 91,7 Milliarden Yen an.

Sony begründete die schwachen Zahlen mit den Folgen der schweren Überschwemmungen in Thailand, dem Höhenflug der japanischen Währung Yen und der europäischen Staatsschuldenkrise und ihre Folgen auf die Nachfrage. Schwach entwickelt sich auch das TV-Geschäft, was ebenfalls auf die Zahlen drückt.

Für das Gesamtjahr bis zum 31. März 2012 gibt Sony eine Ergebniswarnung heraus. Der Playstation-Hersteller rechnet nun mit einem Nettoverlust von 220 Milliarden Yen, nachdem man in einer früheren Prognose nur mit einem Fehlbetrag in Höhe von 90 Milliarden Yen gerechnet hatte. Es wäre somit das vierte Geschäftsjahr in Folge mit einem Nettoverlust.

Am Vortag hatte Sony einen Führungswechsel im Unternehmen angekündigt. Ab dem 1. April 2012 wird der 51-jährige Kazuo Hirai den drittgrößten japanischen Elektronikkonzern lenken und damit Howard Stringer ablösen, der seit sieben Jahren CEO von Sony ist. Hirai ist derzeit Executive Deputy President bei Sony.

Hirai will mit einer Konzentration auf das Kerngeschäft mit Elektronikprodukten und Gamekonsolen schwache Bereiche wie das TV-Geschäft retten. Hirai hatte sich vor zwei Jahren einen Namen gemacht, als er die PlayStation-Sparte wieder in die Gewinnzone geführt hatte.

Bild: ©flickr.com/Ian Muttoo

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