Siemens knüpft an alte Boom-Zeiten an
Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Top-Artikel | Datum: 29.07.2010
Der Münchner Technologiekonzern bekam vor allem den Aufschwung in den Industrieländern sowie China zu spüren. Das Bestellvolumen aus den USA zog um gut die Hälfte an, das aus Deutschland um 45 Prozent. Die Chinesen orderten gut ein Drittel mehr Siemens-Produkte und Dienstleistungen als im Vorjahr. Antreiber waren das kurzzyklische Geschäft des Unternehmens. Vor allem Osram und die Industrieautomatisierungssparte konnten hier kräftig zulegen.
Auch das wichtige Sektorenergebnis, in dem das Ergebnis der drei Kerngeschäftsfelder Industrie, Energie und Gesundheit dargestellt ist, konnte um satte 40 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro nach oben geschraubt werden. Unterm dem Strich stand mit einem Gewinn von 1,4 Milliarden Euro ein Plus von neun Prozent auf der Habenseite. Siemens profitiert wie seine Konkurrenten ABB, Philips und General Electric von der globalen Erholung der Märkte für Industrieausrüstung und Energietechnik. Die größten Zuwächse im Orderbuch verzeichnete Siemens dank zahlreicher Großaufträge erstmals in seiner Sparte für erneuerbare Energien. Größter Gewinnbringer war allerdings das Geschäft mit konventioneller Technik für die Energieerzeugung aus fossilen Quellen.
„Die Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt und werden das Vorjahr deutlich übertreffen, sagte Siemens Vorstandschef Peter Löscher am Donnerstag in München und bekräftigte den Ausblick. Im Geschäftsjahr 2009/2010 (Ende September) will der Konzern ein Sektorenergebnis über dem Rekord-Vorjahreswert von 7,5 Milliarden Euro schaffen.
Doch nicht überall ist eitel Sonnenschein in der Siemens-Bilanz. Der Konzern hat weiter mit seinen verlustreichen Randgeschäften zu kämpfen. Die Sparte Equity Investments, in der Siemens seine Gemeinschaftsunternehmen wie den Netzwerkbauer Nokia Siemens Networks bündelt, warf lediglich ein Ergebnis von zwei Millionen Euro ab. Die vor der Abspaltung stehende IT-Sparte kippte in die roten Zahlen und wies einen Verlust von 81 Millionen Euro aus.
Bild: ©siemens.com
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