Schwächer - Warten auf Bond-Auktion in Italien

Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 28.12.2011

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DJ XETRA-FRÜH/Schwächer - Warten auf Bond-Auktion in Italien

FRANKFURT (Dow Jones) - Der deutsche Aktienmarkt ist schwächer in den Parketthandel an der Frankfurter Börse gestartet. Belastend wirken sich im frühen Geschäft enttäuschende Konjunkturdaten aus Japan aus. Die Industrieproduktion ist im November mit einem Minus von 2,6% deutlich unter den Erwartungen geblieben. Erwartet wurde von den Analysten lediglich ein Rückgang von 0,8%. Die Daten unterstrichen einmal mehr das Bild einer sich abflauenden Weltwirtschaft, sagt ein Händler. Der XDAX notiert um 8.15 Uhr mit einem Abschlag von 0,7% oder 39 Punkten bei 5.849.

"Den Hauptimpulsgeber am Vormittag stellt die Auktion italienischer Staatsanleihen dar", so Chris Weston von IG Markets. Die drittgrößte Volkswirtschaft und der größte Schuldner der Eurozone will Kurzläufer im Volumen von 9 Mrd EUR platzieren sowie Nullzinsanleihen von bis zu 2,5 Mrd EUR.

Marktteilnehmer sind optimistisch für die Auktion gestimmt. Sie hoffen, dass zumindest ein Teil der von den Banken über den Dreijahrestender abgefragten EZB-Liquidität ihren Weg in die Peripherie der Eurozone finden wird. Zuletzt war die Rendite der zehnjährigen italienischen Benchmarkanleihe allerdings wieder Richtung 7% gestiegen.

Eine erfolgreiche Auktion könnte die Notierungen an den Anleihemärkten in der Peripherie der Eurozone stützen. Aber auch andere Risiko-Assets, wie Aktien oder der Euro, sollten hiervon profitieren. Relevante Unternehmensnachrichten sind weiter Mangelware.

Keine größere Kursreaktion ist auf einen Artikel in der "FTD" im frühen Handel zu erkennen. In dem Bericht heißt es, dass die Deutsche Telekom ihr TV-Geschäft ausbauen möchte. Um das neue Satellitenfernsehen Entertain Sat zu stärken, erwägen die Bonner, die Rechte für die Übertragung der Fußballbundesliga zu erwerben. Die Pläne seien bekannt, die Aktie der deutschen Telekom notiert kaum verändert. Die Aktien von Sky, die bisher die Übertragungsrechte besitzt, verlieren 1%.

News Corp, der auch Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur gehört, ist an Sky Deutschland derzeit mit 49,9% beteiligt.

DJG/thl/raz

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Bild: ©iStockphoto.com/Nikada

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