Schwach - Vorgaben und Euro-Krise belasten

Kategorie: Marktberichte | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 02.09.2011

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DJ XETRA-FRÜH/Schwach - Vorgaben und Euro-Krise belasten

FRANKFURT (Dow Jones) - Eine schwache Tendenz zeichnet sich am Freitag im frühen deutschen Aktienhandel ab. Der DAX wird gegen 8.05 Uhr MESZ auf Basis des Future-Handels mit 5.619 Punkten errechnet, das sind 112 Punkte oder 1,9% niedriger als zum Ende des elektronischen Xetra-Handels am Donnerstag. Händler verweisen auf schwache Vorlagen aus den USA und aus Asien. Im Tagesverlauf werde wohl der Unterstützungsbereich um 5.600 Punkte im DAX getestet. "Zudem dürften globale Gewinnmitnahmen vor dem langen US-Wochenende belasten", so ein Händler. In den USA sind die Börsen am Montag wegen des "Labor Day" geschlossen.

Zudem belasten die Warnungen des Internationalen Währungsfonds vor Kapitalbedarf europäischer Banken die Stimmung. Dazu passend hat die Hypo Alpe Adria neuerlichen Kapitalbedarf von 1,5 Mrd EUR angemeldet. Zudem gerät die Schuldensituation Griechenlands immer weiter außer Kontrolle. Das Land wird auch seine gesenkten Sparziele nicht einhalten können, das Defizit werde 8,8% und nicht 7,5% betragen. Nun setzt die Troika aus EU, IWF und EZB ihre Inspektion des Landes für zehn Tage auf. "Das ist Wasser auf die Mühlen aller, die mit einem Ende der Euro-Zone rechnen", so ein Händler.

Nachrichtlich im Blick steht der US-Arbeitsmarkt. Hier rechnen Volkswirte mit 80.000 neuen Stellen im August. Ein Analyst warnt jedoch vor Überraschungen: "Der August ist als Ferienmonat hochvolatil - die Daten können massive Ausreisser nach oben oder unten zeigen". In diesen Rahmen passt die Schätzung von Goldman Sachs, wonach nur 25.000 Stellen geschaffen wurden.

Störfeuer könnte auch aus Brasilien kommen, wo am Freitag das BIP zum zweiten Quartal veröffentlicht wird. Nach der überraschenden Zinssenkung sind schwächere Daten zu erwarten. "Damit könnte auch die Wachstumsstory der Schwellenländer als Konjunkturtreiber zu Ende gehen", so der Händler.

Zu deutschen Unternehmen kommen eher positive Daten, so die gesenkte Strafzahlung von SAP an Oracle. SAP soll nun 272 Mio USD anstelle der zuvor verhängten 1,3 Mrd USD an Oracle zahlen. Der Kurs zieht gegen den Trend um 0,7% an. Die Autotitel können dagegen nicht von guten US-Absatzzahlen profitieren: Im frühen Spezialistenhandel fallen Daimler um 1,8% BMW um 1,5% und VW um 0,8.

DJG/hru/ros

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Bild: ©flickr.com/Tobias Leeger

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