Bonn (BoerseGo.de) – Die Deutsche Telekom hat sich zum ersten Mal den Zugang in fremde Glasfaserleitungen gesichert - und dies trotz eines weit verzweigten eigenen Netzes. Dazu hat der Bonner Konzern einen Kooperationsvertrag mit dem Kölner Stadtnetzbetreiber Netcologne abgeschlossen, der sich die "gegenseitige Netznutzung für schnelle Internetanschlüsse“, auf die Fahnen geschrieben hat. Dies teilte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montag) mit. Solche Kooperationen streben wir auch mit anderen Unternehmen an“, kündigte der Manager weiter an.
Wegen der hohen Kosten und der überschaubaren Nachfrage sucht die Telekom für den Ausbau des Glasfasernetzes verstärkt die Zusammenarbeit mit Konkurrenten. „Durch die gemeinsame Nutzung wird der Ausbau wirtschaftlicher, weil die Netze so besser ausgelastet werden“, sagte van Damme. Die Telekom will über die Glasfaserleitungen von Netcologne, die besonders hohe Surfgeschwindigkeiten ermöglichen, eigene Angebote in die Haushalte bringen. Im Gegenzug öffnet sie ihre superschnellen Internetanschlüsse (VDSL) zu Sonderkonditionen für den Kölner Wettbewerber.
Bernd Lammert
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