Paris (BoerseGo.de) – Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis hat 2011 die harscher werdende Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente teilweise durch die starke Nachfrage aus Schwellenländern kompensieren können. Wie der Bayer-Konkurrent am Mittwoch mitteilte, verdiente Sanofi dank niedrigerer Steuerzahlungen 5,6 Milliarden Euro nach 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr.
Vor Sonderposten ging der Gewinn allerdings um 4,6 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zurück. Das entsprach auch den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg unterdessen um 3,2 Prozent auf 33,39 Milliarden Euro. Dazu trug vor allem die Nachfrage aus den USA sowie der Erfolg des Krebsmittels Eloxatin bei. Zudem profitierte der Konzern von dem Diabetesmittel Lantus und der Integration des US-Biotech-Konzerns Genzyme.
Für das Jahr 2012 richtet sich Sanofi auf einen Gewinnrückgang ein. Die Konkurrenz für wichtige Medikamente des Konzerns nimmt stark zu. Daher verspricht sich Konzernchef Christopher Viehbacher viel von der Genzyme-Übernahme. Denn das Unternehmen, welches seit April 2011 voll konsolidiert ist, hat sich auf schwer nachzuahmende Produkte spezialisiert.
2011 sei daher ein Jahr des Übergangs gewesen. Auch deshalb, weil das Auslaufen von Patentrechten für den Gerinnungshemmer Lovenox sowie das Krebsmittel Taxotere Generika-Angriffe nach sich zogen, deren Auswirkungen jedoch nun überstanden seien.
Susanne Schulz
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