Die Analysten der WGZ Bank haben die Aktien von Saint Gobain mit Halten bestätigt. Das Kursziel liegt bei 48,00 Euro.
Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 5,0% auf 43,42 Milliarden Euro. Der Quartalsvergleich (Q1: +8,0%; H1: +6,9%; 9M: +6,0%) zeigt die abnehmende Dynamik. Das EBIT lag bei 4,11 nach zuvor 3,71 Milliarden Euro und das Nettoergebnis bei 1,49 nach 1,64 Milliarden Euro. Hierbei schlugen Sonderbelastungen von 984 Millionen Euro auf Grund von EU-Kartellstrafen zu Buche. Das Nettoergebnis erreichte 1,49 Milliarden Euro. Auch ohne Sondereffekte hätte es unter den Erwartungen gelegen. Positiv werte man die auf 2,05 von 1,70 Euro je Aktie angehobene Dividende. Als strategisch wichtig erachte man die Einigung mit dem Großaktionär Wendel (17,9%), wodurch Saint Gobain eine stabile Aktionärsstruktur erhält. Wendel wird künftig zwei (ab 2009 drei) Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden und verpflichtet sich, seinen Anteil auf höchstens 21,5% auszubauen. Auch der Streit über das doppelte Stimmrecht, das jedem Großaktionär nach zwei Jahren zusteht und aus Corporate Governance-Gesichtspunkten ohnehin problematisch ist, wurde beigelegt. Wendels Stimmrechte werden auf 34% beschränkt. Aus Aktionärssicht kritisch sehe man die Verpflichtung von Wendel, keinem Übernahmeangebot für Saint Gobain zuzustimmen bzw. Saint Gobain im Falle eines (Teil-)Verkaufs des Aktienpakets unter bestimmten Bedingungen ein Erstzugriffsrecht einzuräumen. Man bestätige das Halten-Rating mit einem Kursziel von 48 Euro.
Andreas Wolf,