S&P 500: Rally dürfte sich fortsetzen wegen steigender Aktienrückkäufe

Kategorie: US-Markt News | Fundamentalanalyse / Research | Top-Artikel | Datum: 05.04.2010

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New York (BoerseGo.de) - In den USA sitzen Unternehmen auf einen Rekordbestand an Barmittel. Dieser Umstand ist Bloomberg zufolge darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen den niedrigsten Anteil an ihren Gewinnen seit dem Jahr 2003 zum Rückkauf von Aktien herangezogen haben. Damit gebe es einen Anhaltspunkt, dass bei einer weiteren Erholung der Unternehmensgewinne und einem wahrscheinlichen Anziehen der Aktienrückkäufe die Rally des Aktienmarkts an Schwung gewinnt.

Das Volumen der Aktienrückkäufe unter den Unternehmen des S&P 500-Index umfasste im Vorjahr insgesamt 137,6 Milliarden Dollar bzw. 28 Prozent der operativen Gewinne. Als der S&P 500 das letzte Mal ein derart niedriges Verhältnis aufgewiesen hat brach der US-Leitindex in der Folge zu einer vierjährigen Aufwärtsbewegung auf.

Unter Berufung auf die von Mizuho Financial Group Inc. erhobenen Daten beabsichtigen amerikanische Unternehmen ihre Aktienrückkäufe im laufenden Jahr im Zuge anziehender Gewinne auf 235 Milliarden Dollar aufzustocken. Der derzeitige Barbestand außerhalb des Finanzsektors entspricht mit einem Anteil von 11,4 Prozent an den Vermögenswerten der Unternehmen dem höchsten Niveau seit mehr als 50 Jahren.

Gemäß den von Bloomberg erhobenen Daten haben die Unternehmen außerhalb des Finanzsektors mit vorgenommenen Aktienrückkäufen in 2009 in ihrer Kursentwicklung die im Vorjahr gestartete Rally des S&P 500 um durchschnittlich 7 Prozent übertroffen, zumal durch die Rückkäufe das für Investoren verfügbare Kaufvolumen verringert worden ist.

Unter Berufung auf S&P haben die S&P 500-Unternehmen ihre Barbestände im vierten Quartal auf einen Rekord von 831,2 Milliarden Dollar hoch gefahren. Dies entspricht dem fünften Quartalszuwachs in Folge.

Weiteren Daten zufolge schossen die Aktienrückkäufe im Jahr 2007 um 36 Prozent auf ein Rekordniveau von 589,1 Milliarden Dollar nach oben. Der S&P 500-Index stieg im Oktober 2007 auf ein Allzeithoch von 1.565,15 Punkten, um danach bis März 2009 um 57 Prozent einzubrechen.

Aktienrückkäufe gelten im allgemeinen als Indikator für den Optimismus unter Unternehmenschefs. Ein Rekordvolumen könnte aber auch ein übermäßiges Vertrauen reflektieren und Rückgänge an den Aktienmärkten zur Folge haben. Derzeit sei jedoch kein Extremwert auszumachen. Das Vertrauen in den Managements sei von Hoffnung bis hin zu Optimismus getragen, aber gewiss nicht überschäumend optimistisch. Dies stelle eine positive Nachricht dar, heißt es weiter in dem Bericht.
 

Bild: ©www.flickr.com/artemuestra

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