Walldorf (BoerseGo.de) – Europas größtes Softwarehaus SAP verzichtet nach der Übernahme des US-Unternehmens SuccessFactors vorerst auf weitere Aktienrückkäufe. "Wenn ich den Einfluss der Akquisition mit berücksichtige, werden wir zum Ende des ersten Quartals eine leicht negative Nettoliquidität ausweisen und diese bis zum Jahresende wieder aufbauen", sagte Finanzvorstand Werner Brandt der "Börsen-Zeitung" von Dienstag. Aktienrückkäufe kämen daher erst wieder Ende des nächsten Jahres im Betracht, so der Manager.
Rund 3,4 Milliarden Dollar zahlt SAP für die Akquisition von SuccessFactors, das mit Personalmanagement-Lösungen on Demand im Cloud-Bereich erfolgreich ist. Der Deal wurde am Samstag bekannt gegeben und soll im ersten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Nach der Integration wird SuccessFactors-CEO Lars Dalgaard die Company als separate Geschäftseinheit im SAP-Konzern führen. Die Übernahme soll ab 2013 zum Betriebsergebnis beitragen.
Finanzvorstand Brandt bekräftigte in dem Interview nochmals, bis 2015 die Marge auf mindestens 35 Prozent zu steigern. "Wir sehen ein riesiges Potenzial bei SAP-Kunden, die Lösungen von SuccessFactors nutzen können", sagte er. "Die Frage der Profitabilität muss man in Zusammenhang mit der Skalierung des Geschäftsmodells sehen. Da haben wir die besten Voraussetzungen.“
Bernd Lammert
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