Roubini: Wirtschaft Deutschlands in Wahrheit schwächer / Sparkurs ein Fehler
Kategorie:
DAX - MDAX - TecDAX News |
Deutschland, Europa |
Top-Artikel |
Datum: 18.10.2010
Berlin (BoerseGo.de) - Der Freude über das starke Wirtschaftswachstum Deutschlands kann der US-Starökonom und richtige Prophezeier der Finanzkrise Nouriel Roubini wenig abgewinnen. Wie aus einem Bericht des Wirtschaftsmagazins "Capital” zu entnehmen ist sieht Roubini die deutsche Wirtschaft noch längst nicht auf Vorkrisen-Niveau angekommen. Bei der aktuellen Wachstumsrate handle es sich vor allem um einen statistischen Effekt. Deutschland nutze derzeit den Vorteil des sehr billigen Geldes. Er rät Angela Merkel mit der Konsolidierung erst dann zu beginnen wenn es auch dem Rest Europas wieder besser geht. Auch im Falle eines gesamteuropäischen Aufschwungs führe ein Umschalten auf einen Sparkurs zu einer Wachstumsverlangsamung. Aber dadurch würde wenigstens ein aktuell drohendes Szenario abgewendet. Nämlich eine Vollbremsung ohne Sicherheitsgurt. Zu Griechenland gebe es selbst bei Durchbringung seines drastischen Sparprogramms erhebliche Risiken. Bereits im Falle eines kleinen externen Schocks sei das Schuldenproblem Griechenlands unbeherrschbar. Es stelle sich für ihn nicht die Frage, ob Griechenland pleite geht, sondern wann ein derartiges Szenario erfolgt. Der Rettungsschirm der Eurozone könne den drohenden Zahlungsausfall bei griechischen Staatsanleihen lediglich verzögern. Dies bestenfalls bis zu einer wirtschaftlich verbesserten Verfassung Resteuropas, führte der als Crash-Prophet bekannte Roubini gegenüber der Zeitung weiter aus.
Bild: ©iStockphoto.com/caracterdesign
Sie müssen sich erst anmelden, um Kommentare abgeben zu können. Login
Kommentare (0)
Einen Kommentar abgeben: