New York (BoerseGo.de) - In China wird die Regierung wegen deren überaus vorsichtigen Ausblicks für die Weltwirtschaft eine weitere Aufwertung des Yuan voraussichtlich auf ein Ausmaß von 4-6 Prozent beschränken. Davon geht der bekannte New Yorker Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini aus. Die chinesische Zentralbank dürfte eine über 20 Monate bestandene Anbindung an den Dollar im zweiten Quartal so bald als möglich beenden. Nach einem solchen Schritt könne der Yuan um 2 Prozent steigen. Über die darauf folgenden kommenden 12 Monate sei eine weitere Aufwärtsbewegung von 1-2 Prozent denkbar.
Zur weiteren Entwicklung des Yuan sieht der von Bloomberg erhobene Konsens unter Analysten bis 31. März 2011 eine Aufwertung um fünf Prozent auf ein Niveau von 6,5 je Dollar vor. Roubini sieht während dieser Zeit nur ein Aufwärtspotenzial von 4 Prozent. Zwischen Juli 2005 und Juli 2008 festigte sich der Yuan um 21 Prozent.
Der Unterschied zu 2005 bestehe darin, dass damals alles in die richtige Richtung gegangen ist. Die Welt sei nun mit viel stärkeren dunklen Wolken übersät. In China gebe es darüber entsprechend große Warnungen. “Wegen China sorgen sich die meisten Experten um Inflation. Meine größte Sorge für das Land bezieht sich auf das über Exporte gesteuerte Wachstumsmodell. Eine schwache Währung und ein niedriges Zinsniveau stellt eine massive Vermögensabschöpfung von Hauhalten an Unternehmen dar. Für eine Änderung des chinesischen Wachstumsmodells bedarf es mehr als drei, fünf Jahren”, heißt es gemäß einem Bericht von Bloomberg weiter von Roubini. Der für seine pessimistischen Prognosen bekannt gewordene Roubini gilt als richtiger Prophezeier der im Jahr 2007 begonnenen Finanzkrise und einer harten Landung der Weltwirtschaft. Es ist zudem Warner, dass die Wirtschaft aus dem Sumpf noch nicht heraußen ist.
Christoph Huber,
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