Roubini: 5 Gründe warum Goldpreis eine Blase ist und sinken wird

Kategorie: US-Markt News | Fundamentalanalyse / Research | News Warenterminbörsen | Top-Artikel | Datum: 15.12.2009

Chart
realtime 1.575,10 0,15% mehr Optionen

New York (BoerseGo.de) - Die Anstiege des Goldpreises in diesem Jahr kommen einer Blasenbildung gleich. Dies erklärte gemäß Tech Ticker der Kapitalmarkt- und Wirtschaftsinformationsanbieter Roubini Global Economics (RGE) dessen Vorsitzender der renommierte New Yorker-Universitätsprofessor Nouriel Roubini ist. Roubini gilt als Prophezeier der im Jahr 2007 begonnenen Finanzkrise und als Warner, dass die Wirtschaft auf dem Sumpf noch nicht heraußen ist.

Es gebe fünf Gründe, warum der Goldpreis vor einem Einbruch steht. Erstens durch eine voraussichtliche Auflösung von Carry Trade-Positionen und einem damit verbundenen Platzen von Vermögensblasen. Derartige Spekulationen hätten durch Carry Trades eine Anheizung erhalten. Zweites bestehe die Möglichkeit, dass weltweite Zentralbanken einen Ausstieg aus deren lockeren Geldpolitik vornehmen und sich von den derzeitigen Niedrigstzinsen verabschieden. In diesem Fall steige der Abwärtsdruck auf risikoreiche Vermögenswerte wie eben Rohstoffe. Der dritte Grund sei in einer möglichen verstärkten weltweiten Risikoaversion zu suchen, zumal die weltweite Konjunkturerholung voraussichtlich fragil und kraftlos bleibt. Dieser Faktor dürfte den Dollar zum Steigen bringen und die Preisniveaus von Rohstoffen wie eben Gold nach unten bringen. Der vierte Grund komme in dem Umstand zum Ausdruck, dass seit dem Lauf des Carry Trade und der Geldschwemme eine weltweite Vermögensblase zum Entstehen gebracht worden ist. Die jüngsten Anstiege beim Goldpreis seien nichts als eine Blase sowie Folge eines Herdentriebverhaltens und technisch orientierter Handelsaktivitäten. Dadurch habe der Goldpreis immer höhere Niveaus erreicht. Sämtliche Blasen würden jedoch wieder platzen und je größer eine Blase ist, desto heftiger falle das anschließende Abwärtstempo aus. Als fünfte Gefahr für den Goldpreis führt Roubini Economics eine Auswirkung aus den steigenden Finanzrisiken für Staaten an. Derartiges hätten die letzten Wochen indiziert. Es bestehe dadurch jedoch ebenso die Möglichkeit, dass die Zentralbanken auf solche Probleme mit neuen monetären Maßnahmen reagieren. Davon könnte der Goldpreis profitieren. Praktisch gesehen komme es aber bei staatlichen Risiken zu einer Belastung für den Wert des Edelmetalls, zumal dadurch die Risikoaversion unter Investoren steigt und eine Flucht in differenziertere und liquidere Vermögenswerte als Gold wie eben in den US-Dollar wahrscheinlich ist. Im allgemeinen konkurriere Gold immer mit Währungen und alles was für den Dollar als bullisch zu bezeichnen ist stelle für Gold einen bärischen Grund dar, heißt es weiter von Roubini Economics.
 

Bild: ©www.flickr.com/covilha

Diskussion zu diesem Artikel:

  • 1

    Stan schrieb am 15.12.09 um 13:56 Uhr:

    Herr Roubini hat offensichtlich seine Kristallkugel verloren, alle fünf Gründe sprechen eher für Gold, nicht dagegen. Die Gefahr, das die Notenbanken die Zinsen heraufsetzen ist praktisch Null.

Umfrage

Der Börsenstart der Facebook-Aktie verlief nicht ganz so vielversprechend wie erwartet. Wird der Titel dennoch eine neue Erfolgsgeschichte schreiben?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.