Hohenstein-Ernstthal (BoerseGo.de) – Der Solarzulieferer Roth & Rau verzichtet überraschend auf eine Jahresprognose. Wie der TecDax-Konzern am Donnerstagabend mitteilte, könne der Vorstand angesichts der „erheblichen Unsicherheiten über die weitere Marktentwicklung“ derzeit keine belastbare Prognose für dieses Jahr abgeben.
Das Unternehmen, das momentan von der Schweizer Firma Meyer Burger übernommen wird, hat somit seine Jahresprognose ersatzlos gestrichen. Diese ging bislang von einem Umsatz zwischen 300 Millionen bis 325 Millionen Euro und einer operativen Marge von 4 bis 7 Prozent aus. Im Vorjahr stand ein Minus unterm Strich und der Umsatz lag bei 285,4 Millionen Euro.
Die stark nachlassende Nachfrage nach Solarmodulen habe dazu geführt, dass die Abnehmer ihre Investitionen in die Solarmodul-Produktion auf Eis legten und Liefertermine verschoben. Insgesamt belief sich der Auftragseingang im zweiten Quartal auf 29 Millionen Euro. Dem gegenüber standen Stornierungen in Höhe von 17 Millionen Euro.
Für das erste Halbjahr erwarte der Konzern daher ein „deutlich negatives EBIT“ und einen geringeren Umsatz. Endgültige Zahlen legt Roth & Rau am 16. August vor.
Susanne Schulz
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