Frankfurt (BoerseGo.de) – Der fallende Brentpreis hat die Preisdifferenz zwischen den Sorten WTI (West Texas Intermediate) und der Nordsee-Sorte Brent auf unter 12 US-Dollar je Barrel verringert. Brent notiert derzeit im Bereich des gestern erreichten 17-Monatstiefs. Ein Ende der Talfahrt der Kurse ist nach Meinung der Rohstoffexperten der Commerzbank (TagesInfo Rohstoffe) erst zu erwarten, wenn Saudi-Arabien die Produktion herunter fährt.
Bei den heute durch das US-Energieministerium zur Veröffentlichung anstehenden Lagerdaten für die vergangene Woche erwarten die Experten die dritte Woche in Folge einen Abbau der Rohölvorräte. Da auch die Raffinerieauslastung zuletzt auf ein 5-Jahreshoch gestiegen ist, soll dies den WTI-Preis unterstützen, so dass die Preisdifferenz gegenüber Brent weiter zurückgehen soll.
Ein stärkerer Preisrückgang der Sorte Brent werde derzeit durch Hoffnungen auf eine weitere quantitative Lockerung der US-Geldpolitik verhindert. Sollten heute keine großen Maßnahmen verkündet werden, könnte der Brentpreis nach der Sitzung noch weiter nachgeben, so die Einschätzung.
