New York (BoerseGo.de) – Der Effekt des Sturms „Sandy“ auf den Rohölmarkt war bisher vergleichsweise gering. Allerdings waren die Handelsvolumina aufgrund der leeren Händlersäle in New York an den letzten beiden Tagen auch vergleichsweise gering. Der Sturm hat zu einem leichten Auseinanderdriften der Preise der beiden Ölsorten WTI und Brent geführt. Brent-Öl kostet am Morgen 109,18 US-Dollar, während WTI-Öl mit 85,97 US-Dollar gehandelt wird. Der Preisabstand beträgt damit 23,20 US-Dollar je Barrel.
Laut der Credit Suisse (Research Daily) gehen die Marktteilnehmer derzeit davon aus, dass es durch den Orkan nur zu kurzfristigen Raffinerieausfällen kommen wird. Von Bloomberg zusammengestellten Daten zufolge werden derzeit Verarbeitungskapazitäten der Raffinerien von täglich 1,22 Millionen Barrel von dem Unwetter beeinträchtigt.
"Jetzt muss genau untersucht werden, welchen Einfluss der Sturm auf die Raffinerien hat und wie sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert. Viele Marktteilnehmer sind derzeit nicht bereit, neue Positionen einzugehen. In den nächsten Tagen dürfte die Volatilität aber wieder ansteigen“, zitierte Bloomberg Tetsu Emori, Fondsmanager bei Astmax Investment Management in Tokio.
