New York (BoerseGo.de) - Der US-Chemiekonzern Rockwood erwägt Aussagen eines Sprechers des Konzerns zufolge einen Börsengang der deutschen Beteiligung Sachtleben. Dieser könnte in Frankfurt frühestens im dritten Quartal erfolgen. Zudem soll ein Verkauf in Erwägung gezogen werden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Sachtleben produziert das Weißpigment Titandioxid, welches für Farben, Kunststoffe und Verpackungen benötigt wird. Rockwood besitzt einen Anteil von 61 Prozent an dem Konzern. 39 Prozent werden vom finnischen Chemiekonzern Kemira gehalten, der bereits in der Vergangenheit einen Ausstieg aus der Beteiligung geprüft hat.
Sachtleben hat 1.700 Beschäftigte. Der Konzern gehörte einst zur Frankfurter Metallgesellschaft. Die Titandioxid-Preise sind zuletzt aufgrund der hohen Nachfrage nach Farben und Lacken durch die Automobilindustrie deutlich gestiegen, was die Anteilseigner für einen Börsengang nutzen wollen. Experten gehen davon aus, dass der Zyklushöhepunkt bei den Titandioxid-Preisen bereits überschritten sein könnte.
