New York (BoerseGo.de) - In den USA dürften im März bis zu 300.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Davon geht der Morgan Stanley Chef-Volkswirt des festverzinslichen Bereichs, David Greenlaw aus. In diesem Fall würde das stärkste Stellenwachstum seit März 2006 entstehen. Für ein derart deutliches Stellenwachstum spreche neben dem Wachstum der Wirtschaft das besser gewordene Wetter und die Einstellung von Zeitarbeitern bei Behörden. Im Februar sank die Beschäftigung um 36.000 Stellen. Unter Außerachtlassung der negativen Wetterbedingungen und der Berücksichtigung des Einflusses aus geplanten Behördeneinstellungen in 2010 wären jedoch rund 100.000 Stellen neu entstanden, Daher sei für März ein Turnaround wahrscheinlich, führte Greenlaw im Rahmen eines Interviews gegenüber Bloomberg weiter aus.
Ähnlich optimistisch über eine Wiederauferstehung des Stellenwachstums zeigt sich der Chef-Volkswirt von JPMorgan Chase & Co, Bruce Kasman. Nach Ansicht von Kasman ist es nicht unangemessen darüber zu sprechen, dass der März möglicherweise mit einem Wachstum von 200.000 bis 300.000 Stellen einhergeht. Bis Jahresmitte rechnet er mit der Schaffung von mehr als 150.000 Jobs pro Monat. “Wir stehen an der Schwelle, um nachhaltiges Stellenwachstum zu erzeugen”, heißt es weiter von dem Experten.
Der Chef-Volkswirt von Goldman Sachs Group, Jan Hatzius erwartet für das laufende Monat ein Stellenwachstum von rund 275.000. Während davon rund 50.000 auf das Konto fundamentaler Gegebenheiten gehen dürften 100.000-125.000 neue Arbeitsplätze den verbesserten Wetterbedingungen und den Einstellungen bei Behörden zuzuschreiben sein. Es sei weiters wahrscheinlich, dass das monatliche Stellenwachstum in 2010 bei rund 100.000 liegt. Das Tempo vorangegangener Erholungen im Ausmaß von 250.000-300.000 neuen Stellen werde wegen des gegen Jahresende nachlassenden Lagerbestandsaufbaus und dem Schwinden stimulierender Maßnahmen vermutlich nicht erreicht.
Die positivste Sichtweise unter Analysten zur weiteren Stellenentwicklung in den USA vertritt der New Yorker-Chefvolkswirt der Deutschen Bank Joseph LaVorgna. LaVorgna rechnet für die kommenden drei bis vier Monate mit einem durchschnittlichen Stellenwachstum von rund 300.000. Für März steht nach dessen Ansicht sogar die Schaffung von bis zu 450.000 Jobs im Raum. “Wir haben einen Überabbau bei Lägern und Investitionen sowie einen Überabbau bei Personal”. Ein weiterer Stellenzuwachs werde eine allgemeine Überzeugung über die Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit der Erholung ins Leben rufen, heißt es weiter von LaVorgna.
Christoph Huber,
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