Privatversicherte müssen höhere Beiträge fürchten

Kategorie: Versicherungs-News | Geldanlage | Datum: 22.10.2010

Berlin (BoerseGo.de) - Deutsche mit einer privaten Krankenversicherung müssen wegen der Finanzkrise mit deutlich höheren Beiträgen rechnen. Schuld sei der niedrige Marktzins, der die Bilanzen der Krankenversicherungen belastet. So seien allein wegen der geringen Renditen Prämienerhöhungen von sechs bis acht Prozent nötig, berichtet die "Financial Times Deutschland" am Freitag.

Das Problem: Die Rückstellungen der 46 deutschen Krankenversicherer in Höhe von rund 144 Milliarden Euro müssen seit Jahrzenten mit dem so genannte, vom Bundesfinanzministerium festgelegten, Höchstrechnungszinssatz von 3,5 Prozent verzinst werden. Das Geld, dass die Krankengesellschaften derzeit in deutsche Staatsanleihen anlegen, werde aber mit kaum mehr als 2,5 Prozent verzinst. Deshalb klaffe bei den Versicherern eine riesen Lücke, schreibt das Blatt. Vor allem für Ältere könnten die Prämien deshalb steigen. Dies könnte nach Einschätzung der "Financial Times Deutschland" schon im Januar 2012 der Fall sein.
Bild: ©iStockphoto.com/Dr. Heinz Linke

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Sebastian Weber,
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