Düsseldorf (BoerseGo.de) - Die Bespitzelung von Mitarbeitern ist offennbar keine ausgesprochene Ausnahme. Ahnlich wie bei der Bahn und der Telekom seien auch bei der Deutschen Bank Nachforschungen über das Umfeld einzelner Mitarbeiter angestellt worden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Betroffen sein könnten selbst Vorstandsmitglieder. Keinesfalls seien aber alle Mitarbeiter ausgespäht worden, auch Journalisten und Aufsichtsräte sollen nach dem bisherigen Stand der Untersuchungen nicht betroffen sein. Allerdings, so heißt es von einer Seite, könnten hochrangige Mitarbeiter bis hinein in den Vorstand ungewöhnlich intensiv unter die Lupe genommen worden sein.
Hessens oberste Datenschützerin, Renate Hillenbrand-Beck, fordere daher Akteneinsicht von der Deutschen Bank. Spätestens bis übernächste Woche soll das Institut einen schriftlichen Bericht zur Affäre vorlegen. Sollte sich der Skandal ausweiten, wolle man den Bericht früher haben, sagte sie dem "Handelsblatt". Auch die Finanzaufsicht BaFin untersucht den Fall bereits.
Aufgefallen waren die Unregelmäßigkeiten bei Recherchen einer externen Anwaltskanzlei und einem Routinecheck der Datenschutzbeauftragten der Deutschen Bank. Ein Mitarbeiter habe daraufhin das Regierungspräsidium in Darmstadt informiert.
Thomas Gansneder,
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