
• In den USA wurden heute aktuelle Zahlen zum Philadelphia-Index veröffentlicht. Im Berichtsmonat Februar kam es bei diesem wohl wichtigsten regionalen Stimmungsindikator zu einer weiteren Verbesserung. Der Headline-Index notiert nun bei immerhin 10,2 Punkten und zeigt damit Wachstum bei den befragten Firmen an.
• Der Blick auf die Details des aktuellen Reports der Philadelphia-Fed offenbart einen erneuten Anstieg der wichtigen Komponente „New Orders“. Diese notiert nun sogar knapp im zweistelligen Bereich. Bei den beiden Arbeitsmarktkomponenten zeigen sich divergierenden Entwicklungen. Während der Sub-Index „Number of Employees“ zurückgegangen ist, konnte die Komponente „Average Workweek“ im Februar anziehen.
• Beide Preiskomponenten legten zu. Die „Prices Paid“ nähern sich damit inzwischen sogar beängstigend stark der Marke von 40 Punkten. Somit sehen sich die befragten Unternehmen mit deutlich steigenden Einkaufspreisen konfrontiert. Man fühlt sich aber nur in beschränktem Umfang befähigt, den Preisanstieg auf die Kunden zu überwälzen. Dies mögen Pessimisten als Hinweis auf eine Verringerung der Gewinndynamik der Unternehmen in der Region um Philadelphia werten.
• Vor allem angesichts der Verbesserung der Einschätzung der aktuellen Lage sollte die gemeldete Abschwächung des in die Zukunft blickenden Sub-Indexes „Generell Business Activity in 6 Months“ sicherlich nicht überbewertet werden. Hier zeigt sich – nach wirklich fulminanten 49,0 Punkten im Januar – wohl einfach nur eine Normalisierung. Die für Februar gemeldeten 33,3 Punkte sind in jedem Fall noch mit der Erwartungshaltung eines dynamische Wirtschaftswachstums vereinbar; nur die Geschwindigkeit der zukünftigen Aufwärtsbewegung hat sich nach Einschätzung der befragten Firmen etwas verlangsamt.
• Fazit: Die heutigen Daten sind positiv zu werten. Die „Wachstums-Story“ in den USA setzt sich fort. Diese Nachricht macht Hoffnung auf eine zumindest nicht zu negative Entwicklung des ISM Einkaufsmanagerindexes, der noch immer der zentrale US-Stimmungsindikator sein dürfte. Der unerfreuliche Anstieg der „Prices Paid“ sollte zunächst keine Auswirkungen auf die Geldpolitik der US-Notenbank haben. Noch ist die Lage am US-Arbeitsmarkt nicht entspannt genug, um den Fokus der Fed auf das Thema Inflation zu lenken.
Quelle: Nord/LB
externer Redakteur
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