Lachen ist irgendwie doch gesund – und ansteckend. Vor allem, wenn es unverhofft auf einer ansonsten todernsten Veranstaltung wie einem politischen Parlament passiert. Der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz hat in einem unfreiwilligen Lachanfall zuerst das schweizer Parlament angesteckt – und jetzt mittels YouTube-Video Millionen von Internet-Zuschauern.

Schweizer Minister Hans-Rudolf Merz wird zum YouTube-Star (Bild: YouTube)
Was war passiert? Merz hatte die ungemein dröge Aufgabe, die Antwort der zuständigen Zollbehörde auf eine Parlamentsanfrage vorzulesen. Der Text war so ein absurdes Geflecht aus Beamtendeutsch, Schachtelsätzen und unverständlichen Fachbegriffen, dass er sich derart verhedderte – und plötzlich in lautes Lachen ausbrach und sich mehr halten konnte. Es ging teilweise um das schweizer »Bündnerfleisch«; sein Verhaspeler »Bü-, Bü-, Bündnerfleisch« wurde vom schweizer Radiosender DRS mit Beatbox-Rhythmen unterlegt – auch dieses Video avancierte in Kürze zum Download-Hit.
Merz ist jetzt jedenfalls YouTube-Star. Weit über 0,6 Mio. Mal wurde das knapp zweiminütige Video bereits angeklickt. Auch in anderen Video-Websites und mittels Facebook-Verlinkungen avancierte es zum Hit. Die im schweizer Dialekt gehaltene Rede klingt in deutschen Ohren besonders gut. Der Kolumnist dieser Zeilen gesteht freimütig: Selten so gelacht, mir sind die Tränen gekommen. Schade nur, dass es lediglich in der Schweiz passierte – das EU-Parlament in Brüssel dürfte eigentlich täglich bei der Verlesung ihrer überflüssigen Schrotttexte gar nicht mehr zum Arbeiten kommen. (eh)
Engelbert Hörmannsdorfer,
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