Die Inflation ist für viele ein „Schreckgespenst“, von dem man nur weiß, dass es irgendwann kommen wird, auch wenn die von der EZB angestrebte Preissteigerungsrate von zwei Prozent nach Aussage von „Portfolio-Exklusiv“ momentan überhaupt noch kein Thema darstellt. Aber die Wirtschaftskrise hat die „normale“ Entwicklung nur unterbrochen, nicht gestoppt und eine expansive Geldpolitik könnte auch bewusst als Hilfsmittel eingesetzt werden, um „Schuldenberge abzutragen“, so PE weiter.
Kein Grund also, an den beiden neuen Zeichnungs-Produkten der RBS auf den harmonisierten Verbraucherpreisindex ohne Tabak (HICP ex Tobacco) für die Eurozone ganz achtlos vorbeizugehen. Beide Papiere sind mit einem vollständigen Kapitalschutz zum Laufzeitende in sechs (AA16YN) bzw. acht Jahren (AA16YU) ausgestattet und bieten eine Mindestverzinsung von drei bzw. 3,6 Prozent p.a. Der Kurzläufer bringt es damit auf jeden Fall insgesamt auf 18, die lange Variante auf 28,8 Prozent. Wer sich allerdings darüber hinaus noch weitaus mehr an Rendite verspricht, den muss PE zumindest laut deren Rückrechnung enttäuschen, denn obwohl zusätzlich jeweils im März die jährliche Inflationsentwicklung basierend auf den Dezember-Stichtagswerten zugrunde gelegt wird, hat sich bislang keine signifikante Zusatzrendite ergeben. Das könnte sich natürlich ändern, wenn die Geldentwertung in den nächsten Jahren erst mal so richtig ins Gallopieren kommt. Anleger könnten die RBS-Zertifikate in jedem Fall als
attraktive Festgeldalternative verwenden, sollten allerdings einkalkulieren, evtl. die gesamte Laufzeit aussitzen zu müssen, da die Kurse während der Laufzeit von diversen Einflussfaktoren bestimmt werden.
PE: Die Inflation kommt, drum schütze sich wer kann
Kategorie: Derivate Radar | Datum: 11.03.2010
Bild: ©daimler.com
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