Oxfam: Neue E.ON-Kohlekraftwerke verursachen jährlich 18,6 Millionen Tonnen CO2

Kategorie: DAX - MDAX - TecDAX News | Klimawandel & Investment | Datum: 06.05.2010

Chart
delayed 16,51 0,98% mehr Optionen
Berlin (BoerseGo.de) – Die Hilfsorganisation Oxfam Deutschland kritisiert anlässlich der Hauptversammlung von E.ON die Höhe der CO2-Emissionen des Energiekonzerns. „E.ON setzt auf Erhalt und Ausbau der fossilen Stromerzeugung und blockiert so die dringend notwendige Umorientierung der Energiebranche hin zu mehr Klimafreundlichkeit", erkläuter Ann-Kathrin Schneider, Klimaexpertin bei Oxfam und Verfasserin einer Studie über E.ON.

Als eines der weltweit größten privaten Energieunternehmen erzeuge, verteile und vermarkte E.ON Strom und Gas in Europa und Russland. Gut ein Drittel des produzierten Stroms stammten aus Kohlekraft. Die 21 deutschen Kohlekraftwerke stoßen laut Oxfam knapp 40 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus. E.ON baue derzeit ein Steinkohlekraftwerk in Datteln und plane zwei weitere in Stade und Großkrotzenburg. „Würden diese fertig gestellt, stießen sie jährlich zusätzliche 18,6 Millionen Tonnen CO2 aus“, heißt es in dem Bericht.

Oxfam kritisert, dass  den Preis für eine durch CO2 verursachte Erderwärmung Menschen in armen Ländern zahlen müssten.  Denn sie litten am stärksten unter den Folgen des Klimawandels. Nach Berechnungen von Oxfam könnte ihre Zahl bis 2015 auf 375 Millionen anwachsen. Krankheiten breiteten sich in Gegenden aus, die dafür bislang als zu kalt galten. Extremwetterlagen wie ungewöhnlich starke Regenfälle oder lang anhaltende Dürren, verringerten die Ernteerträge und treiben weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel wie Weizen oder Reis mit in die Höhe. Viele Gebiete, in denen es schon immer wenig Wasser gegeben habe, würden infolge zunehmender Trockenheit unbewohnbar.

Bild: ©www.eon.com

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Michaela Sprenger,
Redakteur

NEUE Umfrage

Laut Hedge-Fonds-Legende George Soros geht die in der Schuldenkrise von der EU verordnete Sparpolitik genau in die falsche Richtung. Führt Angela Merkel die Eurozone in eine Depression?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

  • Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. -
    Deutsche Börse AG + 15 Min.
  • provided by Teletrader Software AG & vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG
  • The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by Dow Jones & Company, Inc. and have been licensed for use.
  • For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here