New York (BoerseGo.de) - In den USA ist unter Volkswirten die Debatte über eine ausreichende Effizienz des vergangenen Februar von Präsident Barack Obama abgesegneten 787 Milliarden Dollar schweren Konjunkturprogramms voll entbrannt. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob durch die stimulierenden Maßnahmen die Möglichkeit besteht das Land aus der Rezession zu bringen.
Die Experten machen darauf aufmerksam, dass sich die Lage bei Krediten noch immer eingetrübt gestaltet und die Perspektive zur Konsumnachfrage wegen der anhaltend steigenden Arbeitslosigkeit als düster zu bezeichnen ist. Im übrigen sei keine über staatliche Maßnahmen bereit gestellte Summe in der Lage, der Ausblutung am Arbeitsmarkt durch Jobverluste entscheidend entgegenzutreten und die USA aus ihrer schwersten Rezession seit einem halben Jahrhundert herauszuführen.
Die globale Strategin des weltgrößten Anleihenfonds Pacific Investment Management Co. (Pimco), Richard Clarida spricht das Erschwernis an, dass viele Haushalte entweder nicht in der Lage sind Kredite aufzunehmen oder keine Bereitschaft für eine weitere Verschuldung zeigen. Bevorzugt werde dagegen das Ansparen für die Pension auf eine herkömmliche Art und Weise. Der Einfluss des gut durchdachten Konjunkturprogramms dürfte sich daher nur als gering erweisen.
Auch der frühere Direktor der Kongressbehörde Congressional Budget Office (CBO) und nun als President bei DHE Consulting LLC tätige Doug Holtz-Eakin sieht die Erwartungen aus dem Konjunkturprogramm als zu hoch gegriffen. Die Maßnahmen würden nicht die vordergründigen wirtschaftlichen Probleme des Landes wie etwa das Sinken der Vermögenswerte bei Immobilien und Aktien ansprechen. Bislang seien über das Programm rund 60 Milliarden Dollar ausgegeben worden. 43 Milliarden Dollar hätten eine Verwendung in Form von Steuererleichterungen gefunden. Somit kamen bislang 13 Prozent der veranschlagten Gesamtsumme des Pakets zum Einsatz.
Der bekannte Ökonomie-Professor von der University Cambridge, Martin Feldstein hält durch das Konjunkturprogramm nur eine kurzfristige Unterstützung für möglich. Ein rasches Abflauen sei wahrscheinlich. „Wir werden über einige Quartale einen Rebound nach oben sehen. Danach dürfte sich die Lage erneut verdunkeln“, so Feldstein.
Christoph Huber,
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