Washington D.C. (BoerseGo.de) - Nach Ansicht des designierten republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney sind die aktuellen Arbeitsmarktzahlen in den USA ein "Schlag in den Magen". Der amtierende Präsident Barack Obama trage für die in seinen Augen schlechte Entwicklung die volle Verantwortung, äußerte er am Freitag in Washington D.C., wie MarketWatch berichtet.
US-Präsident Barack Obama zeigte sich auf einer Wahlkampfveranstaltung in Ohio nicht restlos zufrieden mit der Entwicklung. Das Stellenwachstum im Privatsektor gehe in die richtige Richtung, sei aber nicht zufriedenstellend, so der Wortlaut. Die US-Wirtschaft müsse schneller wachsen und noch mehr Leute müssten in Arbeitsverhältnisse gebracht werden.
Das US-Arbeitsministerium meldete heute für Juni eine unveränderte Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft wuchs gegenüber dem Vormonat nur um 80.000, was unter den Erwartungen der Wall Street von 100.000 neuen Stellen lag. Im zweiten Quartal gab es so einen durchschnittlichen Stellenaufbau von 75.000 Stellen je Monat, nach deutlich höheren 226.000 je Monat im ersten Quartal.
Die Zahl der Arbeitslosen lag damit bei 12,7 Millionen Personen. Diese Personengruppe gilt für den Wahlausgang beim Rennen um das US-Präsidentenamt als mitentscheidend. Bei vor der Wahl in der Tendenz besser werdenden Arbeitsmarktdaten steigen für Obama die Chancen auf eine Wiederwahl. Bei einer schlechten Entwicklung tendieren die Arbeitslosen dazu, den amtierenden Präsidenten abzustrafen und für den Herausforderer zu votieren.
