New York (BoerseGo.de) - Zur Staatsschuldenkrise in Griechenland sieht die Wirtschaftsprofessorin von der University of Maryland, Carmen Reinhart noch keine ausreichende Bewältigung. Die Krise in Griechenland schüre Warnungen gegenüber dem verschwenderischen Ausgabeverhalten der US-Regierung. Jedoch gebe es zwischen beiden Ländern keinen fairen Vergleich. Der Keim für die Krise in Griechenland sei bereits vor einigen Jahrzehnten gebildet worden. Zudem sei die USA im Gegensatz zu Griechenland noch nie in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Sie tritt in den USA für eine baldige Anhebung des Leitzinssatzes ein, obwohl dadurch die Konjunkturerholung in Gefahr gerät. Für die Federal Reserve und den Kongress sei es jedoch an der Zeit, Klarheit über einen Ausstieg aus den außerordentlichen Maßnahmen herzustellen. Ansonsten bestehe die Möglichkeit, dass die Alarmsirenen früher schrillen als dies alle glauben. Die Verantwortungsträger in der Regierung und Notenbank würden zu großen Optimismus darüber walten lassen, dass der Dollar als Welt-Reservewährung bestehen bleibt. Es gebe die allgemeine Einschätzung, dass der Dollar den bisherigen Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008 gut überstanden hat und von den Ende 2009 und Anfang 2010 entstandenen Sorgen zu Griechenland und Dubai profitiert. Falls jedoch nur eine Auktion von US-Staatsanleihen mit einem Misserfolg einhergeht könnte daraus eine rasche Trendwende entstehen, führte Reinhart im Rahmen eines Interviews gegenüber Tech Ticker weiter aus.
Ökonomin: USA zwar nicht Griechenland, aber wegen Schulden auch in Gefahr
Kategorie: US-Markt News | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 11.03.2010
Bild: ©www.flickr.com/Kevin Krejci
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