Ökonom: US-Rezession in Wahrheit möglicherweise nicht beendet
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Datum: 19.03.2010
Hamburg (BoerseGo.de) - Das Bruttoinlandsprodukt ist kein geeigneter Messfaktor für die Schwere einer Rezession, da darin Kleinbetriebe nicht enthalten sind. Dies berichtete die “Financial Times Deutschland” unter Berufung auf den Fed-Ökonomen Jeremy Natewalk. Die aktuelle Erholung werde daher vermutlich überschätzt. Das Bruttoinlandsprodukt habe das volle Ausmaß der US-Rezession in 2009 nicht aufgedeckt. Die nun im Gang befindliche Erholung sei dadurch möglicherweise ebenfalls Gegenstand einer verzerrten bzw. übertriebenen Darstellung. Als bessere Richtschnur zur Konjunktur diene das weniger bekannte Bruttonationaleinkommen (BNE). Dabei handle es sich um einen Einkommensindikator, wo auch Kleinunternehmen und Ein-Mannbetriebe erfasst sind. Dieser Sektor sei von der jüngsten Rezession besonders hart getroffen worden. Das BNE habe bereits zwei Quartale vor dem offiziellen Beginn der US-Rezession im Dezember 2007 eine rückläufige Wirtschaftsleistung ausgewiesen, während die BIP-Daten während dieser Zeit noch positive Raten zur Veröffentlichung brachten. Laut dem BIP ist die amerikanische Wirtschaft im dritten Quartal 2009 aus der Rezession herausgetreten. Doch das BNE zeige keinen Turnaround, heißt es weiter in dem Bericht.
Bild: ©iStockphoto.com/dszc
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