Ökonom: Erholung von US-Wirtschaft sicher/Eurozone vor Spaltung

Kategorie: US-Markt News | Asien-News | Deutschland, Europa | Trackbox US | Top-Artikel | Datum: 10.03.2010

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New York (BoerseGo.de) - Für die US-Wirtschaft ist das Schlimmste überstanden. Davon geht gemäß einem Bericht von Bloomberg der Wirtschaftsprofessor von der University of Pennsylvania Wharton School, Jeremy Siegel aus. Er glaubt, dass die Federal Reserve den Leitzins gegen Jahresende anhebt, um das in Schwung gekommene Wirtschaftswachstum zur Abkühlung zu bringen. Die Unternehmensinvestitionen würden in diesem Jahr den privaten Konsum als größter Impulsgeber für das Wachstum in der weltgrößten Volkswirtschaft ablösen. Zur Arbeitslosenrate erwartet er bis Jahresende einen Rückgang von 9,7 Prozent im Vormonat auf unter 9 Prozent. Wegen eines von ihm vermuteten Jahreswachstums der Wirtschaft von bis zu 4 Prozent dürfte sich die Federal Reserve zur Straffung ihrer Geldpolitik gezwungen sehen. Dagegen stünden in Europa der Europäischen Zentralbank wenig Alternativen gegenüber der Belassung des Leitzinses auf dem aktuellen niedrigen Niveau zur Verfügung, da einige Mitglieder der Eurozone wie vor allem Griechenland darum ringen, Investoren über die Absicht der Kürzung angeschwollener Budgets zu überzeugen.

Siegel geht sogar davon aus, dass sich die Exporte für Länder wie Spanien und Griechenland wegen dem Euro derart wettbewerbsunfähig gestalten, dass diese Länder bis Anfang nächsten Jahres Gespräche über das Verlassen der Eurozone in Gang bringen. Deren Abgang werde sich für die Eurozone als schmerzlich und schwierig erweisen und die Region über mehrere Jahre nach unten ziehen. Eine Schwäche der Währungsunion liege in dem Fehlen einer angemessenen und geeigneten Ausstiegsstrategie für Mitglieder, die gestellte Anforderungen nicht erfüllen. Wegen der Erholung in den USA und der Unsicherheiten zur Eurozone bleibe der Dollar vermutlich eine wachstumsfähige Vermögensanlage. Gegen Jahresende dürfte China seine Währung aufwerten. Wegen des Umstands, dass China sein exportgesteuertes Wirtschaftswachstum zur Umleitung bringen will sei eine schrittweise Aufwertung wahrscheinlicher als eine einmalige Anpassung, führte Siegel weiter aus.
Bild: ©www.flickr.com/laverrue

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Über den Autor:

Christoph Huber,
Redakteur

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