München hatte schon immer eine Attraktion mehr. Die Allianz-Arena ist so ein sichtbares Zeichen am Autobahnkreuz Nord, das jeden Besucher bei seiner Fahrt in den Süden begrüßt. Direkt gegenüber gibt es nun ein weiteres Highlight: Ein dort ohnehin stehendes turmhohes Windrad wurde mit 9.000 Leuchtdioden (LEDs) bestückt.

9.000 LEDs bringen Windrad animiert zum Leuchten (Siemens-Pressebild)
Die Idee dahinter: Ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu setzen. Umgesetzt wurde die Idee gemeinsam mit dem Münchner Multimediakünstler Michael Pendry. Mehr als zwölf Monate intensiver Vorarbeit liegen nun zurück. Seit dem ersten Adventssonntag bringen 9.000 LEDs das Windrad als neuen Münchner Stern des Südens weithin sichtbar zum Leuchten. Die Animation des Windrads ist so hell wie 20.000 Weihnachtskerzen und rund 30 km weit zu sehen. Die Lichtinstallation wird den gesamten Dezember über vor den Toren Münchens zu sehen sein – jeden Tag mit Einbruch der Dämmerung.
Die Animationen werden in Echtzeit auf die Windstärke und Drehgeschwindigkeit abgestimmt. Die LEDs haften mit Weltraum-Superkleber am Windrad, denn bei windigen Bedingungen wirken Kräfte von 20 G auf die LEDs – das ist mehr als dreimal so stark wie die Kräfte, die auf einen Astronauten bei einem Raketenstart wirken. Dabei verbrauchen die 9.000 LEDs weniger als 4 KW elektrischer Leistung – weniger als zwei Wasserkocher. Der Strom dafür kommt direkt aus dem Windrad, die Installation versorgt sich also selbst – emissionsfrei. Umgesetzt wurde das einzigartige technologische Pionierprojekt übrigens von Siemens. (eh)
Engelbert Hoermannsdorfer,
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