Tokio (BoerseGo.de) - Das verheerende Erdbeben in Japan wird nach Einschätzung der Ratingagentur Moody's die Versicherungsbranche schwer treffen. Mit den größten Belastungen müssten die weltweit größten Rückversicherer rechnen, erläuterte Moody's in einer Studie am Montag. Dazu gehören laut Moody's neben dem weltweiten Branchenführer Munich Re auch Swiss Re, Hannover Rück, Scor, Berkshire Hathaway, PartnerRe und Everest Re. Eine konkrete Schätzung für die Höhe der Verluste gab Moody's aber nicht ab. Der Versicherungsdienstleister AIR Worldwide hatte die allein durch das Erdbeben an Gebäuden verursachten und versicherten Schäden auf bis zu 35 Milliarden US-Dollar oder 21,5 Milliarden Euro geschätzt.
Die Munich Re kann nach eigenen Angaben die durch das Erdbeben verursachten Schäden noch nicht abschätzen. Signifikante Auswirkungen aus der drohenden Atomkatastrophe für die private Versicherungswirtschaft erwartet Munich Re nach eigenen Angaben allerdings nicht.
Die Erstversicherer außerhalb Japans dürften eher in geringem Maße von dem Erdbeben betroffen sein. Der japanische Markt für Erstversicherungen werde von drei japanischen Konzerne zu nahezu 90 Prozent kontrolliert, erläuterte Moody's.
Moody's: Erdbeben trifft Rückversicherer schwer
Kategorie: US-Markt News | DAX - MDAX - TecDAX News | Datum: 14.03.2011
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