Mittelstandsverband EVL gegen Beitragserhöhung desPensions-Sicherungs-Vereins (PSVaG) / Strafantrag wg. Bilanzmanipulation / PSVaG-Bilanz möglicherweise geschönt, um Insolvenzgefahr zu verschleiern
Kategorie: OTS - Finanzen | Datum: 16.03.2010
europäische Verband Lifestyle EVL, in dem ca. 100 mittelständische
Hersteller von Geschenken und Wohnaccessoires in Deutschland
vereinigt sind, gegen die massive Beitragserhöhung des PSVaG um rund
800% vorgehen.
In einem Kurzgutachten führt der Dipl.-Kfm. Steuerberater und
Gutachter Norbert Kipp aus, dass der PSVaG, der für die
Gewährleistung der betrieblichen Altersversorgung bei
Unternehmensinsolvenz eintritt, selbst insolvenzgefährdet sei. Das
Gutachten kommt zur Schlussfolgerung, dass der PSVaG für das Jahr
2006 falsch bilanziert hat, damit überschuldet und selbst
insolvenzreif ist.
"Der PSVaG begründet seine besonders kreative Buchhaltungsform so:
Bereits eingetretene Schulden werden mit zukünftigen Einnahmen
verrechnet und somit in der Bilanz nicht passiviert. Dies nennt der
scheidende PSVaG-Vorstand Martin Hoppenrath Nullausweis", konstatiert
Gutachter Kipp im Auftrag des EVL.
Kipp fügt hinzu: "Der Begriff Nullausweis ist dem Handelsrecht
völlig unbekannt. In Wahrheit hat die PSVaG-Bilanz ein Loch von
mindestens 1,36 Mrd. Euro per 31.12.2008. Wenn man bedenkt, wie sich
seither aufgrund der Masseninsolvenzen die Lage des PSVaG
verschlechtert hat, kann man per heute noch von einem dramatisch
größeren Bilanzloch ausgehen. Würde ich als Unternehmer so
bilanzieren, dann stünde ich mit beiden Beinen im Gefängnis. Ich gehe
davon aus, dass der PSVaG aktuell massiv insolvenzgefährdet ist.
Möglicherweise wurde hier die eigene Insolvenz verschleppt."
Hintergrund der Untersuchung des PSVaG durch den EVL ist eine im
vergangenen Herbst beschlossene Beitragserhöhung für PSVaG-Mitglieder
um fast 800% - von 1,8 Promille im Jahr 2008 auf 14,2 Promille. Dies
bedeutet etwa, dass ein Mitgliedsunternehmen, welches bisher 95.000
Euro zur Absicherung der Betriebsrenten zahlen musste, jetzt ca.
750.000 Euro zahlen muss.
Hamid Yazdtschi, Vorstand des europäischen Verbandes Lifestyle -
EVL e.V.: "Zahlreichen deutschen Unternehmen in kritischer Situation
wird jetzt durch diese übermäßige Beitragserhöhung endgültig die Luft
abgeschnitten. Sie gehen insolvent! Dabei scheint der PSVaG sich nur
die eigene Existenz sichern zu wollen, wie unser Gutachten vermuten
lässt. Wir haben zunächst Strafanzeige gegen die Wirtschaftsprüfer
des PSVaG wegen Missbrauch eines Wirtschaftsprüfersiegels gestellt,
welches öffentlichen Glauben genießt und fordern andere
Mittelstandsverbände auf, sich ebenfalls gegen den Beitragswahnsinn
des PSVaG zu wehren. Und wir fordern die Bundesregierung auf, den
PSVaG unter staatliche Aufsicht und unter den Schutzschirm der KfW zu
stellen."
Aber nicht nur Unternehmer und Verbände sehen die Vorgehensweise
des PSVaG kritisch. Namhafte Experten, wie z. B. Prof. Dr. Christian
Rolfs von der Universität zu Köln, haben Zweifel an der
Verfassungsmäßigkeit des PSVaG-Systems und sehen darin sogar einen
Verstoß gegen EU-Recht.
Originaltext: EVL - Europäischer Verband Lifestyle e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/79363
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Pressekontakt:
Für den Inhalt verantwortlich: Heike Tscherwinka, Europäischer
Verband Lifestyle - EVL e.V., Schlingenerstr.4, 86842 Türkheim,
Telefon: +49 (0)8245 960 794, Mobil: +49 160 90600 255
E-Mail: ht@forum-lifestyle.de, Website: www.forum-lifestyle.de
Kontakt: Dipl.-Kfm. Steuerberater Norbert Kipp, Butenwall 78, 46325
Borken, Tel. + 49 (0)2861-924450, Email: kipp@steuerberatung-kipp.de,
Internet: www.steuerberatung-kipp.de
Weitere Informationen unter: www.psvag-nein-danke.de und
www.PSV-Arbeitsplatzvernichter.de, Website des PSVaG: www.PSVaG.de
Quelle: OTS
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