Wien (BoerseGo.de) – Mehr als 750 Mitarbeiter der der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AUA) haben am heutigen Donnerstag gegen die Sparpläne des Vorstandes protestiert.
Für Widerstand sorgt die geplante Reform des bisherigen Kollektivvertrags mit der Streichung der automatischen Gehaltserhöhung. Bei einer Betriebsversammlung am heutigen Donnerstag nahmen mehr als zwei Drittel des fliegenden Personals der AUA teil, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtet.
„Wir werden sicher nicht akzeptieren, dass nur das Personal für die Sanierung der AUA zur Kasse gebeten wird“, so AUA-Betriebsratchef Alf Junghans. Ein Streik steht derzeit aber noch nicht bevor. „Bisher wurden uns ja noch nicht einmal die Details präsentiert", so Junghans. „Wenn es um einen modernen Kollektivvertrag geht, etwa um eine andere Verteilung des Lebenseinkommens, sind wir durchaus offen", so der AUA-Betriebsratchef im Gespräch mit der Tageszeitung „Presse".
Wie der AUA-Vortand Jaan Albrecht bereits Mitte Januar mitteilte, sehen die Planungen die Kündigung der alten Kollektivverträge vor. Die neuen Verträge sollen dann keine automatischen Lohnerhöhungen im Zweijahresrhythmus und einer Inflationsanpassung mehr beinhalten. Kündigungen soll es aber nicht geben.
Die AUA wurde im Jahr 2009 von der Lufthansa geschluckt. Die österreichische Airline fliegt seit Jahren in den roten Zahlen. Für das vergangene Jahr 2011 erwartet die AUA einen Verlust von rund 65 Millionen Euro. Das zuvor angestrebte Ziel 2011 in den grünen Bereich zu fliegen wurde verfehlt.
Christian Zoller
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