Berlin (BoerseGo.de) - Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident François Hollande haben im Rahmen ihres ersten Treffens in Berlin betont, die deutsch-französische Beziehung ausbauen zu wollen. Nach den Worten von Merkel sei es ein Kennenlerntreffen gewesen. Im Hinblick auf die Situation in Griechenland sagte die Kanzlerin, sie selbst und Hollande beabsichtigen, dass Griechenland in der Eurozone bleibe. Weiter stellte Merkel klar, dass beide Länder alles unternehmen müssten, um Griechenland beim Wachstum zu unterstützen. Sie sehe der Zusammenarbeit mit Hollande "mit Freude und mit Spannung entgegen".
Amtskollege Hollande erklärte, er erhoffe sich von der anstehenden Neuwahl in Griechenland, dass die Hellenen ihr Bekenntnis zur Eurozone bekräftigten. Das Land müsse zu seinen Verpflichtungen stehen. Er plädiere aber auch dafür, dass Europa zu Maßnahmen bereit sei, damit Griechenland wieder zu Wachstum zurückkehre. In den 60 Minuten des Gesprächs mit Hollande habe es Gemeinsamkeiten und Ansätze von Unterschieden gegeben. "Es ist alles so, dass ich mich auf die weitere Zusammenarbeit freue, fasste Merkel zusammen. Hollande hielt an seinen Forderungen fest, den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin nachzuverhandeln. Er betonte, Aufgabe sei es, gemeinsam die Aufgaben zu lösen, Europa voranzubringen und die Herausforderungen in der Welt anzugehen.
Christian Hoyer,