New York (BoerseGo.de) - Der US-Pharmagigant Merck hat einer Strafzahlung in Höhe von 950 Millionen US-Dollar zugestimmt, um weitere Untersuchungen im Zusammenhang mit dem bereits im Jahr 2004 vom Markt genommen Präparat "Vioxx" zu beenden.
Der Betrag wird zur Bedienung von Zivilklagen eingesetzt werden und wurde seitens des Unternehmens bereits im Jahr 2010 in einer Rückstellung in der Bilanz erfasst. Merck hatte das Mittel als Medikament zur Behandlung von Arthritis beworben, ohne dass der Konzern von der US-Gesundheitsbehörde FDA dazu eine Genehmigung erhalten hatte.
Nachdem nachgewiesen wurde, dass "Vioxx" zu einem erhöhten Risiko von Herzinfarkt- und Schlaganfall führte, wurde das Mittel im Jahr 2004 vom Markt genommen. Im Jahr 2007 hatte sich Merck bereits auf eine Schadenersatzzahlung an geschädigte Vioxx-Patienten in Höhe von knapp fünf Milliarden US-Dollar verständigt.
