Darmstadt (BoerseGo.de) – Der Pharma- Und Chemiekonzern Merck hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient. Wie der Dax-Konzern am Dienstag mitteilte, ging das Ergebnis nach Steuern um 48,7 Prozent auf 176,6 Millionen Euro zurück. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte Merck einen einmaligen Gewinn aus einem Verkauf verbucht. Das EBITDA vor Sonderposten ging unterdessen um 8,4 Prozent auf 674,9 Millionen Euro zurück und übertraf somit die Erwartungen der Analysten, die mit 666,7 Millionen Euro gerechnet hatten. Das operative Ergebnis (EBIT) schrumpfte von 530 Millionen auf 311 Millionen Euro. Das Merck-Papier verlor im frühen Handel.
Die Gesamterlöse stiegen um 3,2 Prozent auf 2,645 Milliarden Euro, während die Umsatzerlöse um 3,5 Prozent auf 2,564 Milliarden Euro kletterten. 1,2 Prozent der Steigerung stammten vom organischen Umsatzwachstum. Und dieses sei ausschließlich von den Sparten Merck Serono (Pharma) und Merck Millipore (Chemie) getragen worden.
„Merck zeigte im ersten Quartal 2012 eine ordentliche operative Entwicklung angesichts eines schwierigen Vorjahresvergleiches“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Im ersten Quartal haben wir unser Effizienzsteigerungsprogramm begonnen und erste Pläne dazu veröffentlicht. Dieses Jahr wird unser Fokus darauf liegen, gute operative Zahlen zu erwirtschaften und zugleich unsere Kostenstrukturen an das Niveau unserer Wettbewerber anzunähern.“ Dazu gehören Stellenstreichungen und Verlagerungen bei der Schweizer Biotech-Tochter.
Kley konkretisierte daher die Prognose für 2012 und rechnet nun mit Erlösen von rund 10,5 Milliarden Euro – das ist etwas mehr als im Vorjahr. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll zwischen 2,8 Milliarden und 2,9 Milliarden Euro liegen.
