MORNING BRIEFING - Märkte (Europa)

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | Datum: 13.10.2011

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+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

 
INDEX                zuletzt      +/- % 
DAX                 5.994,47     +2,21% 
DAX-Future          5.985,50     +1,99% 
XDAX                5.968,98     +1,99% 
MDAX                8.935,86     +2,43% 
TecDAX                682,77     +1,62% 
Euro-Stoxx-50       2.372,15     +2,43% 
Stoxx-50            2.277,55     +1,25% 
Dow-Jones          11.518,85     +0,90% 
S&P-500-Index       1.207,25     +0,98% 
Nasdaq-Comp.        2.604,75     +0,84% 
EUREX                zuletzt  +/- Ticks 
Bund-Future           133,47       -104 
 

+++++ AKTIENMARKT +++++

EURO-STOXX-50/STOXX-50

Am Donnerstag dürften an den europäischen Märkten zunächst Gewinne mitgenommen werde, nachdem die US-Börsen am Vorabend von ihren Tageshochs zurückgekommen sind. In den vergangenen Tagen sei eine sehr positive Erwartungshaltung in den Markt eingepreist worden. Diese müsse aber noch durch Fakten untermauert werden. Daneben dürfte auch die Berichtssaison in den USA eine zunehmende Rolle für die Marktentwicklung spielen. Der Auftakt mit Alcoa sei enttäuschend ausgefallen, noch sei es aber zu früh, um irgendwelche Rückschlüsse auf die Saison als Ganzes zu ziehen. Am Berichtstag legt J.P. Morgan als erste Bank Zahlen für das dritte Quartal vor. Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich das Quartal aufgrund der starken Marktverwerfungen über die Sommermonate als schwierig für die Kreditinstitute entwickelt hat. Vieles davon dürfte aber bereits eingepreist sein.

Am Mittwoch befeuerte eine abflauende Rezessionshysterie die Rally. Händler sprachen von einer massive Untergewichtung großer Investoren. Zudem beflügelten Berichte die Bankenwerte, wonach ein Schuldenschnitt in Griechenland geringer als befürchtet ausfallen könnte. Die Grundstoffwerte stiegen um 3%. Selbst ein erhöhter Margendruck bei Alcoa behinderte nicht. ArcelorMittal stiegen um 3,8%, XStrata um 4,8%, Rio Tinto um 3,1%. Automobiltitel stellten mit 4% Plus den Tagesgewinner. Daimler zogen um 5,6%, VW um 3,1%, Renault um 1,1% an. Fiat ragten mit plus 7,8% heraus. Kurstreiber war ein Tarifabschluss der Fiat-Tochter Chrysler in den USA. Auch Finanzwerte waren klar gesucht. Der Index der Bankentitel legte um 2,9%, der der Versicherungswerte um 3,1% zu. Die Abstufung spanischer Banken durch S&P und Fitch lastete kaum. Santander stiegen um 2%, BBVA um 4%. Positiv wurden die Quartalszahlen von ASML aufgenommen. ASML stiegen um 6,3%, Infineon um 3,6%, der Technologiesektor um 1,7%.

DAX/MDAX/TECDAX

Rally - Kurzzeitig sprang der DAX über 6.000 Punkte. Die slowakische Opposition will der EFSF-Erweiterung im zweiten Anlauf zustimmen. Damit scheint eine Mehrheit für die Pläne gesichert. Gesucht waren vor allem konjunktursensible Aktien und Finanzwerte. HeidelbergCement stiegen um 4,1%, K+S um 3,9%, ThyssenKrupp um 3,3%. Unter den Automobilwerten zogen Daimler um 5,6% an. MAN legten nach einer bestätigten Umsatzprognose um 2,2% zu, VW stiegen um 3,4% und BMW um 2,2%. Lufthansa zogen nach guten Passagierzahlen und dem abgewendeten Fluglotsenstreik um 2,1% an. Bei den Finanzwerten sprangen Dt. Bank um 5,2%, Allianz um 2,3%, Aareal Bank um fast 12%. Vor dem Europaparlament hat EU-Kommissionspräsident Barroso erneut die Rekapitalisierung systemisch wichtiger Banken gefordert. Schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten sich defensive Titel. Wacker Chemie verloren 1,1%. Die Titel litten unter den schwachen Aussichten der Solarbranche. Phoenix Solar brachen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung um 21% ein. Im Sog verloren Solarworld 2,5%, Q-Cells 3,7% und SMA Solar 4,1%.

DAX-FUTURES

Sehr fest - Das Tageshoch lag bei 6.038,5 und das -tief bei 5.807 Punkten. Im Handel zeigte man sich über das Ausmaß der laufenden Eindeckungsrally überrascht, die Nachrichtenlage habe einen derartigen Anstieg nur bedingt rechtfertigt. "Besonders gut kommen Kreisemeldungen an, wonach der Schuldenschnitt in Griechenland nur 30% bis 50% betragen soll", sagte ein Händler. Dies sei wesentlich weniger als die "50% bis 60%" oder sogar "mehr", die seit Montag durch die Presse gewandert seien. Auch die sich abzeichnende Zustimmung der slowakischen Opposition zur Erweiterung des EFSF stützte.

+++++ RENTEN-/GELDMARKT +++++

RENTEN-FUTURES

Schwach - Die Hoffnung auf eine Lösung der Schuldenkrise in der Eurozone und damit verbundene steigende Aktienmärkte lasteten auf dem Sentiment. Das Tageshoch lag bei 134,86% und das -tief bei 133,15%. Nachdem die Unterstützung von 133,88% unterschritten wurde, liegt nun die nächste Auffangmarke bei 132,50%.

+++++ DEVISENMARKT +++++

Der Euro tendiert am Donnerstagmorgen zum Dollar wieder etwas schwächer. Händler sprechen von einer Verschnaufpause, nachdem die Gemeinschaftswährung am Mittwoch von der Hoffnung profitiert hatte, dass die Politik die Banken- und Schuldenkrise in der Eurozone in den Griff bekommt. Die Bedenken seien aber noch nicht vollständig ausgeräumt. Zugleich bestünden Zweifel am Wachstum der Weltwirtschaft. Sollte die Auktion italienischer Staatsanleihen am Berichtstag auf eine geringe Nachfrage treffen, könnte der Euro stärker unter Druck geraten.

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DEVISEN   zuletzt  +/- % (ggü 0.00 Uhr) 
EUR/USD    1,3807   0,2% 
EUR/JPY  106,4668   0,0% 
EUR/CHF    1,2374   0,3% 
USD/JPY   77,0990  -0,2% 
USD/CHF    0,8963   0,1% 
GBP/USD    1,5741   0,0% 
EUR/GBP    0,8771   0,2% 
 
 

+++++ ÖLMARKT +++++

 
Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlement)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           84,86    85,57                -0,8%       -0,71 
Brent/ICE           111,19   111,36               -0,2%       -0,17 
 
 

Nach zwischenzeitlichen kräftigen Verlusten hat sich der Rohölpreis wenig verändert zum Vortagessettlement gezeigt. An der New Yorker Nymex fiel der nächstfällige November-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI um 0,3% bzw 0,24 USD auf 85,57 USD. Der November-Kontrakt auf Brentöl gewann dagegen an der ICE 0,7% bzw 0,77 USD auf 111,50 USD. In der Nacht zum Mittwoch geriet der Ölpreis unter Druck, nachdem das slowakische Parlament die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms ESFS abgelehnt hatte. Marktteilnehmer gingen aber davon aus, dass in einer weiteren Abstimmung die ESFS-Stärkung eine Mehrheit finden wird. Dies führte den Ölpreis wieder nach oben.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

 
 
- DE 
    08:00 Destatis, Verbraucherpreise September (endgültig) 
          PROGNOSE:  +0,1% gg Vm/+2,6% gg Vj 
          vorläufig: +0,1% gg Vm/+2,6% gg Vj 
          zuvor:      0,0% gg Vm/+2,4% gg Vj 
- GB 
    10:30 Handelsbilanz August 
          PROGNOSE: -8,8 Mrd GBP 
          zuvor:    -8,9 Mrd GBP 
 
 

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN (u.a.) +++++

07:00 CH/Roche Holding AG, Umsatz 3Q, Basel

07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen September, Frankfurt

07:00 DE/Südzucker AG, ausführliches Ergebnis 2Q, Mannheim

im Laufe des Tages

- FR/Carrefour SA, Umsatz 3Q, Paris

- GB/Rio Tinto plc, Operation Report 3Q, London

DJG/raz/cln

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Bild: ©iStockphoto.com

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