MÄRKTE USA/Trotz guter Arbeitsmarkdaten legen Indizes nur moderat zu

Kategorie: Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 08.03. 17:04

Chart
delayed 2.991,02 -0,01% mehr Optionen
delayed 15.303,10 0,06% mehr Optionen
   Von Thomas Rossmann 

Die Euphorie an der Wall Street nach den deutlich besseren US-Arbeitsmarktdaten währte nur kurz. In der Folge fielen die Indizes deutlich von ihren Tageshochs zurück. Immerhin hat es beim Dow-Jones-Index zu einem weiteren Allzeithoch bei 14.413,17 Punkten gereicht. Mit 236.000 neu geschaffenen Stellen im Februar wurde die Erwartung von 160.000 neuen Stellen deutlich übertroffen. Die Arbeitslosenquote fiel zudem auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2008. Einerseits deuten die Daten auf eine sich verstärkende Erholung am US-Arbeitsmarkt hin, andererseits könnten jetzt wieder Sorgen in den Vordergrund treten, dass die US-Notenbank das Tempo ihrer Notenpressen drosselt.

TD Securities sieht hier noch keine Veränderung hin zu einer weniger lockeren Politik. Die Inflation bleibe niedrig, so dass die US-Notenbank noch keinen Schwenk vornehmen dürfte. Sollte sich der Trend in den kommenden Monaten verstärken, dann könnte es unter Umständen zu einem Umdenken bei den Währungshütern um Ben Bernanke kommen, ergänzen die Analysten von Stone & McCarthy. Zudem hat der Markt nach den überzeugenden ADP-Daten und den auf ein Sechswochentief gefallenen wöchentlichen Erstanträgen möglicherweise schon einen Teil der Gewinne vorweggenommen.

Der Dow-Jones-Index gewinnt 0,2 Prozent auf 14.358 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,1 Prozent auf 1.546 Punkte nach oben. Der Index hält damit Kurs auf das Allzeithoch bei 1.576 Punkten. Der Nasdaq-Composite verbessert sich ebenfalls um 0,1 Prozent auf 3.234 Punkte.

Der Euro kam mit den guten Arbeitsmarktdaten unter Druck und fällt wieder unter die Marke von 1,30 Dollar. Damit verlässt er deutlich das Niveau um 1,31 Dollar, das er am Vortag mit Aussagen von EZB-Präsident Draghi erreicht hatte. Draghi hatte die Erwartung einer bevorstehenden Zinssenkung gedämpft. Händler sprechen allerdings eher von einer Dollar-Stärke als von einer Euro-Schwäche. Der Greenback werde nach den guten Daten von Investoren wieder verstärkt gekauft. Sollte sich die Schere der konjunkturellen Erholung zwischen den USA und der Eurozone weiter öffnen, dann könnte es für den Euro noch weiter nach unten gehen, heißt es von Brown Brothers Harriman.

Der Ölpreis tendiert etwas unter dem Vortagsstand. Er hatte sich am Donnerstag auf 91,56 Dollar je Barrel WTI-Öl erholt, und notiert nun bei 91,35 Dollar. Die überraschend guten Arbeitsmarktdaten erhöhen die Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage, heißt es aus dem Handel. Dagegen geht es für die US-Anleihen mit den Daten deutlich nach unten. Die Renditen für zehnjährige Titel steigen auf den höchsten Stand seit elf Monaten. Aktuell klettern sie um fünf Basispunkte auf 2,04 Prozent. Der sichere Hafen Gold zeigt sich trotz der guten Daten mit einem leichten Plus auf 1.580 Dollar je Feinunze.

Die Bankenaktien zeigen sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. Der Stresstest der US-Notenbank war insgesamt zufriedenstellend ausgefallen. Wie die Fed am Donnerstag nach Handelsende mitteilte, verfügen bei einem starken konjunkturellen Abschwung in den USA derzeit 17 von 18 der größten US-Banken über eine ausreichende Kapitaldecke. In einer Woche folgt der zweite Teil des Stresstest, der sich mit den Bewertungen der Anträge der Banken auf Aktienrückkaufprogramme und Dividenden-Ausschüttungen befasst.

Lediglich das mehrheitlich in Staatsbesitz befindliche Finanzinstitut Ally Financial verfehlte mit einer Kernkapitalquote von unter 5 Prozent die geforderte Quote. Während die Citigroup mit ihrer Kapitalquote die Forderung deutlich erfüllte, lagen Goldman Sachs, J.P. Morgan und Morgan Stanley nur knapp darüber. Für die Aktien der Citigroup geht es um 1,7 Prozent nach oben. Dagegen verlieren die Papiere von J.P. Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley zwischen 1,4 und 2,5 Prozent.

Eine Rally von knapp 17 Prozent gibt es bei den Aktien des Internetradio-Unternehmens Pandora Media, nachdem das Unternehmen Quartalsergebnisse und Ausblick veröffentlicht hatte, die über den Erwartungen lagen. Gleichwohl erzielte Pandora in seinem vierten Quartal einen Verlust. Zudem teilte das Unternehmen überraschend mit, dass Joseph Kennedy, Chairman, CEO und Präsident in einer Person, überraschend seinen Abgang und die Suche eines Nachfolgers angekündigt hat.

=== 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          14.357,52   0,20    28,03 
S&P-500        1.545,53   0,08     1,27 
Nasdaq-Comp.   3.233,78   0,05     1,70 
Nasdaq-100     2.797,87  -0,06    -1,62 
 
DEVISEN   zuletzt  '+/- %  FR, 8.30 Uhr  Do, 17.40 Uhr 
EUR/USD    1,2988  -0,74%        1,3085         1,3096 
EUR/JPY  124,9097   0,15%      124,7280       124,2847 
EUR/CHF    1,2360  -0,02%        1,2362         1,2345 
USD/JPY   96,1585   0,85%       95,3475        94,8935 
GBP/USD    1,4938  -0,32%        1,4986         1,5047 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.rossmann@dowjones.com

DJG/ros/raz

Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.

Bild: ©iStockphoto.com

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Dow Jones News

Umfrage

Die Aktienmärkte eilen von einem neuen Allzeithoch zum nächsten. Sichern Sie Ihr Depot nach dem riesigen Anstieg jetzt gegen Kursverluste ab?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.