MÄRKTE USA/Gewinne erwartet - Facebook-Börsenstart im Fokus

Kategorie: Marktberichte | Anleihe-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Marktberichte (Trackbox US) | Datum: 18.05.2012

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NEW YORK (Dow Jones) - Nach den jüngsten Abschlägen wird am Freitag zur Eröffnung an Wall Street mit Kursgewinnen gerechnet. Im Fokus steht das Börsendebüt von Facebook. Der erste Kurs soll um 17.00 Uhr deutscher Zeit ermittelt werden. Der Ausgabekurs wurde am Vorabend auf 38 Dollar festgelegt. Damit kommt Facebook als Ganzes auf einen Unternehmenswert von 104 Milliarden Dollar und ist damit so wertvoll wie weltweit kein anderer Börsenneuling. Der Handel dürfte aber zurückhaltend verlaufen, da die Furcht vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone weiterhin dominiere. So gebe es wieder eine Reihe negativer Nachrichten aus Europa. Am Vorabend hat die Ratingagentur Fitch die Bonität Griechenlands von "B-" auf "CCC" nach unten genommen. Vor allem das Wahlergebnis vom 6. Mai gebe Anlass zur Sorge, heißt es zur Begründung. Daneben hat Moody's die Kreditwürdigkeit von gleich 16 spanischen Banken gesenkt. Der Future auf den S&P-500 gewinnt 0,4 Prozent, der Nasdaq-100-Future klettert um 0,3 Prozent. Zum Wochenausklang stehen keine wichtigen US-Konjunkturdaten auf der Agenda.

Die nicht enden wollende Flut schlechter Nachrichten zur Lage in der Eurozone und die weiter zunehmende Angst vor einem Auseinanderbrechen des Gemeinsamen Währungsgebiets bestimmen weiter den Handel. Die Crux sei das anhaltende Fehlen einer generellen Strategie zur Bekämpfung der Krise, so ein Analyst. Als Silberstreifen werten Marktteilnehmer, dass einer Umfrage zufolge erstmals seit dem jüngsten Urnengang in Griechenland nun wieder die konservative Nea Dimokratia in der Wählergunst vor der linksradikalen Syriza-Partei liegt. Das sei eine gute Nachricht, weil sie signalisiere, dass die Griechen zunehmend verstehen, dass die nächste Wahl im Juni auch eine Entscheidung über die Zusammenarbeit mit den Geberländern sei.

Die Börsen in Europa haben ihre Verluste aus dem frühen Handel wieder weitgehend aufgeholt. Zur Begründung wird vor allem auf die Erholung der spanischen Bankenwerte verwiesen - trotz der Abstufungen von Moody's. Der Tageszeitung Cinco Dias zufolge wollen die Kreditinstitute des Landes den Regulierer dazu bewegen, zeitlich befristet das Wetten auf fallende Kurse von Bankaktien zu untersagen. "Das hat dann zu einer Schließung von Leerpositionen geführt", so ein Aktienhändler.

Auch der Euro erholt sich und steigt wieder über die Marke von 1,27 Dollar. Im frühen europäischen Handel hatte die Gemeinschaftswährung bei 1,2642 Dollar noch den tiefsten Stand seit vier Monaten markiert. Die US-Anleihen zeigen sich erneut mit leichten Abschlägen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere notiert bei 1,72 Prozent. Am Vortag war die Rendite noch auf ein Allzeittief bei 1,62 Prozent gefallen. Auslöser waren der überraschend schwache Philly-Fed-Index und eine gut angenommene Auktion zehnjähriger inflationsindexierter Anleihen.

Auf Unternehmensseite steht der Börsengang von Facebook im Mittelpunkt des Interesses. Das Soziale Netzwerk reichte am Donnerstag die letzten Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Der Ausgabepreis liegt bei 38 Dollar. Damit reizt Facebook die zuvor genannte Preisspanne bis zum Äußersten aus. Das Unternehmen hatte erst am Dienstag wegen der hohen Nachfrage nach seinen Aktien die Preisspanne von 28 bis 35 auf 34 bis 38 Dollar angehoben. Einen Tag später teilte Facebook mit, dass beim Börsengang statt der ursprünglich geplanten 337,4 Millionen Aktien sogar 421,4 Millionen Papiere ausgegeben werden sollen.

Salesforce.com und Marvell Technology Group zeigen sich mit Aufschlägen, nachdem die Erstquartalszahlen der beiden Technologieunternehmen besser als erwartet ausgefallen waren. Bei Salesforce.com wurde ein bereinigtes Ergebnis von 0,37 Dollar je Aktie berichtet, während Experten mit 0,34 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. Marvell Technology übertraf mit einem Gewinn je Aktie von 0,23 Dollar die Schätzung der Analysten von nur 0,05 Dollar noch deutlicher. Salesforce.comm gewinnen vorbörslich 6,5 Prozent, für Marvell Technology Group geht es um 4,1 Prozent nach oben.

Der Dow-Jones-Index verlor am Donnerstag 1,2 Prozent auf 12.443 Punkte, während der S&P-500 1,5 Prozent leichter bei 1.305 Punkten aus dem Handel ging. Der Nasdaq Composite reduzierte sich um 2,1 Prozent auf 2.814 Punkte.

 
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USD/JPY   79,2950   0,01%       79,2885        79,2910 
GBP/USD    1,5821   0,45%        1,5750         1,5820 
 
 
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