MÄRKTE EUROPA/Anleihe-Renditen und US-Daten treiben Aktien an

Kategorie: Märkte | Datum: 24.04.2012

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FRANKFURT--Fallende Bond-Renditen und ein steigender Euro haben die Kurse an den Aktienmärkten am Dienstag nach oben getrieben. Hinzu kamen neue US-Daten, die den Reigen enttäuschender Konjunkturzahlen zumindest teilweise beendeten. Der Euro-Stoxx-50 gewann 1,9 Prozent auf 2.287 Punkte, der DAX stieg um 1 Prozent auf 6.590 Punkte.

Damit ging der Euro-Stoxx-50 fast auf Tageshoch aus dem Handel. Am Markt herrschte Erleichterung darüber, dass sowohl das Verbrauchervertrauen als auch die Neubauverkäufe in den USA im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind. Seit Anfang April hatten überwiegend enttäuschende Rahmendaten die Stimmung an den Märkten eingetrübt.

Positives Überraschungspotenzial für Euro und Aktien birgt auch die Sitzung der US-Notenbank (Federal Reserve). "Jede kleinste Äußerung zu einer weiteren geldpolitischen Lockerung dürfte die Stimmung für Euro und Aktien stützen", sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenanalyst der Commerzbank. Derzeit rechne kaum noch ein Marktteilnehmer mit derartigen Aussagen. Die Sitzung dauert bis Mittwochabend.

Euro steigt über 1,32 Dollar - Renditen fallen deutlich

Der Euro stieg über 1,32 US-Dollar. Gleichzeitig brach der Dollar-Index - der Dollar gegen einen Korb anderer Währungen - den Aufwärtstrend bei 79,40. Die nächste technische Unterstützung liegt nun bei 77,60. Daraus würde sich ein Euro-Dollar-Kurs von 1,34 bis 1,35 Dollar ableiten. "Im Euro kommt die Euro-Krise derzeit kaum an", so Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Sollte die Politik weg vom Sparen zu Wachstumsimpulsen gehen, stoße das gerade bei US-Investoren auf positives Echo. Diese kauften den Euro. Die Stärke der Gemeinschaftswährung wiederum wird als gutes Zeichen für die Aktien gesehen, denn häufig laufen Aktien und Euro parallel, weil beide von der Risikobereitschaft der Anleger gesteuert werden.

Gestützt wurde die Stimmung auch von der Rentenseite, dort entspannte sich die Lage deutlich. Die niederländischen Renditen fielen zum Handelsschluss am Aktienmarkt um 8 Basispunkte auf 2,31 Prozent, nachdem die Regierung Anleihen im Volumen von 2 Milliarden Euro erfolgreich platziert hatte. Die Regierungskrise in den Niederlanden hatte am Montag mit zu dem Kurssturz an den Börsen beigetragen. Auch die spanischen Renditen kamen zurück und lagen bei 5,82 Prozent nach Ständen von über 6 Prozent am Montag.

Besonders stark stieg dementsprechend der spanische Aktienmarkt und schloss mit einem Plus von 2,2 Prozent. Allerdings war der spanische IBEX-Index am Montag bereits in die Nähe des Tiefs aus dem Krisenjahr 2009 gefallen: "Da ist eine Erholung überfällig", meinte ein technischer Analyst. Noch stärker zeigte sich der Leitindex in Helsinki mit einem Plus von 3,2 Prozent, angetrieben vom Aufzughersteller Kone, dessen Aktien nach einem besseren Ausblick über 8 Prozent nach oben sprangen.

Automobilaktien vorne - Michelin in der Überholspur

Automobilwerte führten die Gewinnerseite unter den europäischen Branchen mit einem Plus von 1,8 Prozent an. Gestützt wurde die Stimmung von Michelin. Der Autozulieferer hat den Umsatz im ersten Quartal um rund 5 Prozent gesteigert. Vor allem im hochpreisigen Reifensegment ist der Absatz gut gelaufen. "Bei Michelin gefällt, dass sie zuversichtlich sind, den Margendruck über die Rohstoffpreise durch Preiserhöhungen weiterreichen zu können", sagte ein Händler. Der Wert stieg um gut 6 Prozent auf 53,73 Euro.

Im DAX legten Deutsche Post um gut 3 Prozent zu. Stark waren auch Lufthansa mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 9,56 Euro. Die Analysten von Credit Suisse haben die Aktien auf "Outperform" von "Neutral" angehoben.

Novartis legt durchwachsenen Quartalbericht vor

Lediglich gut behauptet im Markt lag der Index der Pharmawerte. Novartis verloren 1,5 Prozent auf 50,15 Schweizer Franken. Der Pharmakonzern hat im ersten Quartal 2 Prozent weniger umgesetzt. Der Gewinn fiel mit 2,33 Milliarden Dollar sogar um 18 Prozent niedriger aus als noch vor einem Jahr. Immerhin halten die Schweizer an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Der Pharmakonzern rechnet weiterhin mit einem Nettoumsatz auf dem Niveau des Jahres 2011. Die Analysten der Bank Sarasin bestätigten daher ihre Kaufempfehlung für die Aktie.

Thyssen auf Jahrestief - Siemens vor Zahlen gesucht

Linde litten unter einer Gewinnwarnung des Konkurrenten Air Products und verloren 1,9 Prozent auf 124,10 Euro. Auf der Verliererseite im DAX standen auch ThyssenKrupp. Sie fielen um 0,8 Prozent auf 17,31 Euro. Die Bank BNP zweifelt daran, dass Thyssen den Edelstahlbereich an den finnischen Outokumpu-Konzern verkaufen kann. Dagegen waren Siemens vor den Quartalszahlen des Konzerns am Mittwoch gesucht und stiegen um 1,3 Prozent auf 69,81 Euro. Der Kurs litt in den vergangenen Wochen unter Gerüchten über eine Gewinnwarnung. Seit Anfang April hat der Kurs mehr als 10 Prozent verloren. "Die Anleger sind sehr vorsichtig positioniert, von daher dürften gute Zahlen eine stärkere Erholung auslösen", sagte ein Händler. Erwartet wird für das zweite Geschäftsquartal des Jahres 2011/12 ein Gewinn je Aktie von 1,20 Euro, ein Umsatz von etwa 18,5 Milliarden und ein Auftragseingang von gut 20 Milliarden Euro.

In der zweiten Reihe am deutschen Markt profitierten ADVA mit einem Plus von gut 10 Prozent von einer guten Geschäftsentwicklung. TUI und Gildemeister reagierten mit Kurssprüngen auf positive Analysten-Aussagen.

=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Europa Euro-Stoxx-50 2284,08 39,25 +1,7% -1,4 Stoxx-50 2396,85 19,20 +0,8% 1,2 Stoxx-600 254,37 2,62 +1,0% 4,0 Frankfurt XETRA-DAX 6590,41 67,41 +1,0% 11,7 London FTSE-100 5709,49 43,92 +0,8% 2,5 Paris CAC-40 3169,32 70,95 +2,3% 0,3 Amsterdam AEX 304,68 3,41 +1,1% -2,5 Athen ATHEX-20 268,00 -1,75 -0,6% 1,2 Brüssel BEL-20 2204,22 12,82 +0,6% 5,8 Budapest BUX 17485,80 360,43 +2,1% 3,0 Helsinki OMXH-25 2047,03 63,43 +3,2% 5,4 Istanbul NAT30 71478,91 -756,60 -1,0% 15,9 Kopenhagen OMXC-20 456,19 1,21 +0,3% 17,0 Lissabon PSI 20 5104,04 36,27 +0,7% -6,4 Madrid IBEX-35 6846,60 153,30 +2,2% -18,3 Mailand FTSE-MIB 14192,77 343,22 +2,5% -5,9 Moskau RTS 1576,22 3,34 +0,2% 14,1 Oslo OBX 385,02 6,46 +1,7% 7,7 Prag PX 922,10 8,10 +1,2% 1,2 Stockholm OMXS-30 1026,62 19,30 +1,9% 3,9 Warschau WIG-20 2180,35 13,22 +0,6% 1,7 Wien ATX 2062,14 39,89 +2,0% 9,0 Zürich SMI 6124,84 10,01 +0,2% 3,2 DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.00 Uhr Mo, 18.00 Uhr EUR/USD 1,3201 0,24% 1,3169 1,3128 EUR/JPY 107,1784 0,48% 106,6686 106,5590 EUR/CHF 1,2017 -0,01% 1,2018 1,2017 USD/JPY 81,1900 0,23% 81,0050 81,1400 GBP/USD 1,6134 0,07% 1,6123 1,6102 === -Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires, +49(0)69-29725217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/kko

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