MÄRKTE ASIEN/Wenig Bewegung vor EZB-Zinsentscheidung

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 05.07.2012

Chart
delayed 10,50 0,29% mehr Optionen
realtime 20.986,90 -1,13% mehr Optionen
realtime 245,00 -0,81% mehr Optionen
realtime 13.235,00 -0,23% mehr Optionen
realtime 1.105,00 0,18% mehr Optionen
delayed 10,64 0,95% mehr Optionen

Von Jörn Rehren

Ohne Impulse und weiter in Erwartung richtungweisender Entscheidungen der großen Notenbanken zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag mit leichten Verlusten. Die US-Börsen hatten am Vortag wegen des Nationalfeiertages geschlossen, so dass von dort nicht die üblichen Vorgaben kommen. "Es fehlt die Marktenergie, weil die Anleger nicht groß spekulieren wollen, bevor aus dem Ausland wichtige Nachrichten kommen", sagt Hiroichi Nishi, Händler bei SMBC Nikko Securities. Weithin wird erwartet, dass die Europäischen Zentralbank ihren Leitzins um einen Viertel Prozentpunkt senken wird. Daneben steht auch die Sitzung der Bank of England im Blick.

In Japan verliert der Nikkei-Index 0,3 Prozent auf 9.080 Punkte. Auch der Kospi in Seoul bewegt sich kaum. Verluste bei den Autotiteln verhindern hier Aufschläge, nachdem die Gewerkschaften mit einem Streik gedroht haben. Die Aktien von Hyundai Motor verlieren 1,5 Prozent und die von Kia Motors 0,7 Prozent. In Australien steht der S&P ASX 200 knapp im Minus, nachdem die Preise für Öl und Metalle wieder etwas gefallen sind und die entsprechenden Aktien deshalb nachgegeben. Die Papiere von Rio Tinto verlieren 0,6 Prozent, die von Newcrest Mining 0,7% und Oil Search 1,9 Prozent.

Die größten Verluste verzeichnen die chinesischen Aktienmärkte, wo es für den Hongkonger HSI um 0,3 Prozent und den Shanghai Composite um 1,2 Prozent nach unten geht. Hier belasten vor allem Verluste bei den Aktien von Kohle- und Stahlkonzernen sowie Sorgen um die heimische Konjunktur.

Die asiatischen Börsen hatten im Vorfeld der wichtigen Notenbankentscheidungen zuletzt zugelegt. Das kleine Minus in Japan und Australien ist erst das zweite in den vergangenen sieben Sitzungen. Einige Teilnehmer sorgen sich jedoch, dass die Stimmung kippen könnte, wenn die EZB mit ihren Entscheidungen nicht die Erwartungen erfüllt.

Die abwartende Haltung spiegelt sich auch an den Devisenmärkten wider. Die Währungspaare bewegen sich kaum. Der Euro stabilisiert sich bei 1,2530 US-Dollar, nachdem er am Vortag um gut einen Cent nachgegeben hatte. Der Dollar liegt nach einem kurzen Ausflug über die Marke von 80 Yen wieder knapp darunter. Zwischenzeitlich hätten automatische Verkaufsaufträge um die Marke von 80 Yen die japanische Währung gestützt, sagen Händler.

Im Blickpunkt der Märkte stehen bereits die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten, die einen Vorgeschmack auf den offiziellen Bericht am Freitag geben dürften, sowie der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Händler mutmaßen, dass der Dollar erneut zum Yen nachgeben könnte, wenn sich der US-Arbeitsmarkt schwächer als erwartet präsentieren sollte.

 
INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                            (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)             4.165,80   -0,15%        08.00 
Nikkei-225 (Tokio)               9.080,08   -0,26%        08.00 
Kospi (Seoul)                    1.873,15   -0,07%        08.00 
Shanghai-Composite (Schanghai)   2.200,76   -1,19%        09.00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      19.652,73   -0,29%        10.00 
Straits-Times (Singapur)         2.950,84   +0,07%        11.00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Mi, 10.30 Uhr 
EUR/USD     1,2530  +0,0%     1,2528         1,2580 
EUR/JPY    99,9589  -0,1%   100,0564       100,3628 
USD/JPY    79,7950  -0,1%    79,8750        79,7950 
USD/KRW  1135,2000  -0,2%  1137,4900      1138,2800 
USD/CNY     6,3533  +0,1%     6,3477         6,3468 
AUD/USD     1,0258  -0,2%     1,0277         1,0275 

Kontakt zum Autor: joern.rehren@dowjones.com

DJG/DJN/reh/gos

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Bild: ©iStockphoto.com/Chris102

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Dow Jones News

Umfrage

Der bekannte US-Ökonom Adam Posen reduziert die hohe Wettbewerbsfähigkeit und den Exporterfolg Deutschlands auf eine Kombination aus Niedrig-Löhnen und der Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse. Gleichzeitig mahnt er die mangelnde Investitionsbereitschaft hiesiger Unternehmen an. Hat er mit seiner Aussage Recht?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.