SINGAPUR (Dow Jones) - Die Sorgen über die Stabilität des spanischen Bankensystems und die finanzielle Schieflage des Landes stehen weiter im Blick und dämpfen den Risikoappetit der Anleger in Asien. Gelegenheitskäufe sorgen am Dienstag aber dennoch für steigende Kurse. Finanz- und Rohstoffwerte erholen sich von frühen Verlusten. Spanische Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit rentieren mittlerweile bei rund 6,4 Prozent und damit ganz in der Nähe des kritischen Bereichs von 7 Prozent. Auf diesem Rendite-Niveau mussten Griechenland, Portugal und Irland von der EU gerettet werden.
In Tokio legt der Nikkei um 0,1 Prozent auf 8.599 Punkte zu, der südkoreanische Kospi gewinnt 1,3 Prozent auf 1.849 Punkte. Für den Shanghai Composite Index geht es um 0,9 Prozent auf 2.382 Punkte aufwärts. In Sydney steigt der A&P/ASX 200 um 1,2 Prozent auf 4.116 Punkte.
"Die systemischen Risiken steigen und die Probleme kehren immer wieder, da die Banken einen großen Teil der Staatsschulden halten. Spanien ist ein neues Problemkind der EU geworden und wenn die Renditen in den 7-Prozentbereich steigen, dürfte die EZB über erneute Interventionen am Anleihemarkt nachdenken", kommentiert ein Analyst von ANZ Research.
Andere Marktteilnehmer geben sich indes gelassener und halten die Ängste um Spanien für überbewertet: "Ich denke nicht, dass die Dinge in Europa schlechter werden", sagt etwa Macquarie-Analyst Martin Lakos. "Der Markt preist bereits ein Armageddon ein, das gerade bleibt aber aus."
Positiv werten Händler die jüngsten Meldungen über konjunkturfördernde Maßnahmen in China. Einem Bericht von Shanghai Securities News zufolge, plant Peking die Einführung stimulierender Maßnahmen für einzelne Sektoren. Das stützt in Schanghai unter anderem die Aktien von Bahn- und Bauunternehmen und Automobilwerte. China Railway Erju springen um rund 7 Prozent nach oben, Tengda Construction Group gewinnen 7,7 Prozent.
Banken- und Rohstoffwerte profitieren von Gelegenheitskäufen und der Eindeckung von Leerpositionen. In Australien steigen Fortescue Metals um rund 7 Prozent, für ANZ Bank geht es um 1,7 Prozent aufwärts.
INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.108,10 +0,99% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.599,44 +0,07% 08.00 Kospi (Seoul) 1.848,57 +1,34% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.381,60 +0,86% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 18.880,35 +0,42% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.796,67 +0,34% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 10.00 Uhr EUR/USD 1,2534 -0,1% 1,2541 1,258565 EUR/JPY 99,6608 -0,0% 99,6784 99,93955 USD/JPY 79,5040 +0,0% 79,4850 79,397 USD/KRW 1185,5000 0% 1185,5000 1185,5 USD/CNY 6,3461 0% 6,3461 6,3461 AUD/USD 0,9852 -0,0% 0,9854 0,9862 DJG/DJN/kko/gos
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