HONGKONG (Dow Jones) - Zur Abwechslung ist es einmal nicht Griechenland, das den Investoren die Haare sträubt: Am Freitag richten sich die Blicke an den asiatischen Märkten in erster Linie auf die US-Bank J.P. Morgan, die am Vortag einen Handelsverlust von 2 Milliarden US-Dollar vermeldet hat. Zu allem Überfluss stammt dieser aus verpatzten Wetten auf Derivate und erinnert damit stark an den Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008. Auch die jüngsten Inflationszahlen aus China lösen eher Enttäuschung als Zuversicht aus. Riskante Anlagen wie Aktien haben das Nachsehen.
In Tokio notiert der Nikkei-225-Index 0,7 Prozent leichter und sackt damit wieder unter die wichtige Marke von 9.000 Punkten auf 8.948 Stellen. Der Kospi in Südkorea verliert 1,5 Prozent auf 1.917 Punkte. Am chinesischen Markt sinkt der Shanghai Composite um 0,3 Prozent auf 2.404 Punkte. Der S&P ASX in Sydney gibt um 0,3 Prozent auf 4.285 Punkte nach.
"Die J.P. Morgan-Meldung war der Wendepunkt, ohne die wir sicherlich einen positiven Start an den asiatischen Börsen hätten erleben können", sagt Stan Shamu von IG Markets.
Die chinesischen Konsumentenpreise sind im April wie erwartet um 3,4 Prozent gestiegen. Das sei zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vormonat, insgesamt sei die Teuerung aber vor allem bei Lebensmitteln weiter sehr hoch und es bestehe das Risiko für einen erneuten Anstieg im späteren Jahresverlauf, merkt ein Analyst von Gold State Securities an. Neue Hoffnung auf baldige monetäre Lockerungen in China machten die Zahlen daher kaum. Im späteren Tagesverlauf steht in China noch die Industrieproduktion für April auf der Agenda.
Unter den Einzelwerten am japanischen Aktienmarkt fallen Sony um mehr als 6 Prozent auf den tiefsten Stand seit 1980, nachdem der Elektronikkonzern für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust von rund 460 Milliarden Yen ausgewiesen hat. Auch Wettbewerber Panasonic hat die Anleger enttäuscht, allerdings mit einer Gewinnwarnung. Die Aktie sinkt um 1,9 Prozent.
Aufwärts geht es indes für Isuzu Motors (plus 4,5 Prozent) und Nikon (plus 7,4 Prozent). Beide Unternehmen haben mit den vorgelegten Geschäftszahlen positiv überrascht.
Am Devisenmarkt gibt der Euro zum US-Dollar um 0,1 Prozent nach auf 1,2912. Der Dollar wertet zum Yen um 0,1 Prozent auf 79,85 ab.
INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.284,00 -0,27% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.956,04 -0,60% 08.00 Kospi (Seoul) 1.916,50 -1,46% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.404,32 -0,25% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 20.206,35 -0,61% 0% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.903,60 +0,09% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 09.45 Uhr EUR/USD 1,2922 -0,1% 1,2933 1,29611 EUR/JPY 103,2016 -0,1% 103,3153 103,34887 USD/JPY 79,8550 -0,1% 79,9025 79,745 USD/KRW 1145,9000 +0,3% 1142,9500 1141,9 USD/CNY 6,3118 +0,0% 6,3118 6,3118 AUD/USD 1,0062 +0,1% 1,0057 1,0114 DJG/DJN/kko
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Dow Jones News