Die asiatischen Börsen zeichnen am Freitagmittag (Ortszeit) ein überwiegend freundliches Bild. Die am Sonntag anstehende Griechenland-Wahl scheint ihren Schrecken etwas zu verlieren, weil Händler Signale ausmachen, dass mehrere Zentralbanken in abgestimmter Form gegen mögliche negative Folgen des Wahlausgangs vorgehen wollen. "Die Stimmung hellt sich im Vergleich zur Vorwoche etwas auf. Aber es regiert weiter die Zurückhaltung, bis das Ergebnis der griechischen Parlamentswahlen feststeht", kommentiert Fondsverwalterin Diane Lin von Pengana Capital in Sydney die Situation.
Berichte über mögliche Liquiditätsspritzen in konzertierte Form durch die wichtigsten Notenbanken machten bereits am Vorabend an Wall Street die Runde und stützten dort die Kurse. Mehr als die asiatischen Aktienmärkte profitiert der Euro von den Spekulationen. Die Gemeinschaftswährung zieht deutlich an und handelt klar über der Marke von 1,26 US-Dollar. Die US-Devise büßt auch gegen den Yen Boden ein und notiert bei Kursen um 79,25 nach 79,35 Yen am Donnerstagabend. Der Australische Dollar steht knapp über der Parität zum US-Pendant.
Trotz der aufgehellten Stimmung hält sich die Begeisterung am Aktienmarkt in Grenzen. Während der Nikkei-225 in Tokio, der Schanghai-Composite und der S&P/ASX-200 in Sydney moderate Gewinne aufweisen, führt der HSI in Hongkong das Tableau der Indexgewinner mit einem Plus von über 1 Prozent deutlich an. In Seoul notiert der Kospi dagegen leicht im Minus.
Der Ölpreis baut seine Vortagesgewinne aus. Neben den Hoffnungen auf eine Intervention seitens der Notenbanken zur Stützung der Konjunktur wird der Rohölpreis auch von der OPEC beflügelt. Das Erdölkartell ersucht seine Mitglieder um eine Kürzung der Förderung, um die vereinbarten Fördermengen zu garantieren.
Die Börse in Seoul bleibt ein Spielball ausländischer Investoren. Händler erklären die dortigen Abgaben mit Verkäufen aus dem Ausland. Belastet wird das Sentiment in Südkorea auch vom Schwergewicht Samsung Electronics, das um über 3 Prozent nachgibt. Der Elektronikriese musste die Produktion von Flachbildschirmen in Tangjeong aufgrund von Stromausfällen aussetzen.
In Hongkong ist die Talfahrt von Esprit gestoppt, die Aktie des Modekonzerns gewinnt 6,7 Prozent. Der scheidende Vorstandsvorsitzende dämpfte Spekulationen, das Unternehmen befinde sich in Schieflage. Er betonte die privaten Gründe für seinen Abgang.
=== INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.056,30 +0,35% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.590,78 +0,26% 08.00 Kospi (Seoul) 1.859,57 -0,64% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.299,77 +0,17% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 19.052,96 +1,30% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.789,20 +0,55% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.30 Uhr EUR/USD 1,2646 +0,1% 1,2629 1,2574 EUR/JPY 99,8139 -0,4% 100,2575 99,7998 USD/JPY 78,9350 -0,6% 79,3910 79,3680 USD/KRW 1162,8500 -0,1% 1164,1400 1166,9900 USD/CNY 6,3703 +0,0% 6,3703 6,3686 AUD/USD 1,0023 +0,0% 1,0022 0,9938 === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/DJN/flf/gos
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Dow Jones News