MÄRKTE ASIEN/Hoffnung auf Fed sorgt für freundliche Börsen

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 20.06.2012

Chart
realtime 23.261,10 -0,45% mehr Optionen
realtime 260,00 0,78% mehr Optionen
realtime 15.650,00 1,16% mehr Optionen
realtime 1.275,00 -0,23% mehr Optionen

Die Finanzmärkte in Ostasien setzen auf die Politik und vor allem die US-Notenbank (Fed). Spekulationen über bevorstehende politische Maßnahmen zur Eindämmung der Schuldenkrise in Europa und konjunkturstimulierende Entscheidungen der US-Notenbank sorgen am Mittwoch für freundliche Aktienmärkte. Rückenwind kommt auch von den Börsen in den USA, die auf den höchsten Stand seit fünf Wochen gestiegen sind.

Die Börsen der Region legen mit Ausnahme von Schanghai, wo der Index knapp behauptet tendiert, durchweg zu, Die Gewinne reichen von 0,2 Prozent in Singapur bis 0,9 Prozent in Tokio. Der Nikkei-Index steht bei 8.736 Punkten und damit erneut auf einem Einmonatshoch. Massives Kaufinteresse sei gleichwohl nicht zu beobachten, die Akteure investierten eher konservativ und bevorzugten defensive Aktien, heißt es. Hauptmotiv sei, eine mögliche Rally nicht zu verpassen.

Am Devisenmarkt kann der Euro sein am Vortag erhöhtes Niveau knapp unter 1,27 Dollar weitgehend behaupten. Im asiatischen Handel war die Gemeinschaftswährung aber auch schon kurz bis auf 1,2720 nach oben geschnellt. Unterdessen zeigt sich der Yen zum Dollar weiter stark. Ein Dollar kostet 78,82 Yen und damit etwas weniger als am Vorabend in New York. Wenig bewegt zeigt sich der Goldpreis. Die Feinunze geht mit 1,620,50 Dollar etwas leichter um. Die mit den Hoffnungen auf Konjunkturstimuli einhergehenden Inflationssorgen, die normalerweise für eine steigende Goldnachfrage sorgen, belasten hier nicht.

Politik und Fed müssen liefern

"Die Erwartungen sind hoch, jetzt muss geliefert werden", sagt Wee-Khoon Chong, Zinsexperte für Asien bei der Societe Generale. Die US-Notenbank, deren zweitägiger Offenmarktausschuss (FOMC) am Abend seine Beratungen beendet, habe eine Reihe von Optionen. Sie könnte ihre so genannte Operation Twist verlängern, bei der sie kurzfristige in längerfristige Anleihen tauscht und damit das Zinsniveau am langen Ende drückt. Sie könnte aber auch eine dritte Runde der expansiven Lockerung einläuten, heißt es.

Andere Teilnehmer ziehen ihre Zuversicht aus der jüngsten chinesischen Geldpolitik, die zuletzt deutlich proaktiver gehandelt habe. China gehe gut mit der Situation, so ein Marktexperte.

Die europäischen Spitzenpolitiker hätten sich auf dem G-20-Gipfel für eine Integration ihrer Bankensysteme ausgesprochen in der Hoffnung, so zu einer Beruhigung der Schuldenkrise beizutragen. "In den USA sieht es besser aus ,denn die Fed tut gewöhnlich das, was sie sagt, dass sie tun wird. In Europa ist das nicht so eindeutig, denn dort müssen Beschlüsse von mehreren Ländern abgesegnet werden", ergänzt Chong.

Ungeachtet der Hoffnungen auf derlei positive Impulse lasten weiter die Refinanzierungsprobleme Spaniens auf der Stimmung. Hinzu kommen Sorgen, dass die beantragte Hilfe für die Banken des Landes von bis zu 100 Milliarden Euro nicht ausreichen könnte. Bis Ende des Monats soll eine entsprechende Prüfung Klarheit über den Finanzbedarf bringen.

Zykliker gesucht

Zu den Tagesfavoriten an den Börsen gehören mit Blick auf die Fed-Entscheidung Finanzaktien. HSBC und National Australia Bank gewinnen jeweils gut 2 Prozent. In Tokio legen Daiwa Securities um 3,8 Prozent und Nomura um 2,5 Prozent zu. Gesucht sind nach einer positiven Analystenstudie von Nomura auch Autowerte wie Mazda und Honda.

Der zum Yen etwas festere Euro sorgt für Nachfrage nach exportsensitiven Aktien wie Sony, NEC und Fujitsu. Keine negative Rolle für die Exportwerte spielt dagegen das gestiegene Handelsbilanzdefizit Japans. Gesucht sind in ganz Ostasien auch konjunktursensitive Aktien aus dem Rohstoffsektor.

In Seoul gewinnen SK Hynix über 4 Prozent nach Berichten, der Chiphersteller werde das US-Unternehmen Link A Media Devices für 248 Millionen US-Dollar übernehmen.

 
INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                                  (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)             4.132,50   +0,22%        08.00 
Nikkei-225 (Tokio)               8.736,28   +0,93%        08.00 
Kospi (Seoul)                    1898,54    +0,36%        08.00 
Shanghai-Composite (Schanghai)   2.297,88   -0,13%        09.00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      19.502,49   +0,44%        10.00 
Straits-Times (Singapur)         2.848,15   +0,20%        11.00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Di, 10.00 Uhr 
EUR/USD     1,2671  -0,1%     1,2688         1,2577 
EUR/JPY    99,9417  -0,3%   100,2076        99,2315 
USD/JPY    78,8630  -0,2%    78,9850        78,9080 
USD/KRW  1152,3000  -0,1%  1153,3500      1155,3700 
USD/CNY     6,3557  +0,0%     6,3547         6,3564 
AUD/USD     1,0181  -0,1%     1,0194         1,0115 
 
DJG/DJN/gos/ros 
 

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Bild: ©iStockphoto.com/Frank van den Bergh

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Dow Jones News

NEUE Umfrage

Die Aktienmärkte eilen von einem neuen Allzeithoch zum nächsten. Sichern Sie Ihr Depot nach dem riesigen Anstieg jetzt gegen Kursverluste ab?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.