MÄRKTE ASIEN/Freude über PBoC-Lockerung hält sich in Grenzen

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 14.05.2012

Chart
realtime 20.986,90 -1,13% mehr Optionen
realtime 245,00 -0,81% mehr Optionen
realtime 13.085,00 -0,57% mehr Optionen
realtime 1.101,00 -0,18% mehr Optionen

SCHANGHAI (Dow Jones) - Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Montag uneinheitlich gezeigt. Im frühen Handel erhielten die Kurse Auftrieb von der Entscheidung der chinesischen Notenbank (PBoC), die Mindestreserveanforderungen für Banken zu lockern. Die Freude darüber verflog aber schon bald. Beobachter kritisierten, dass die Lockerung zu spät komme. Zudem gewann die Sorge um Europa wieder die Oberhand, nachdem die Regierungsbildung in Griechenland gescheitert war.

In Schanghai verlor der Shanghai-Composite-Index 0,6 Prozent auf 2.381 Punkte. Der Kospi fiel in Seoul um 0,2 Prozent auf 1.914 Punkte. An der Tokioter Börse verhalfen gute Geschäftszahlen einzelner Unternehmen dem Nikkei zu einem Plus von 0,2 Prozent; der Index schloss bei 8.974 Punkten. Auch die australischen Aktien legten etwas zu. Der S&P/ASX-200 gewann 0,3 Prozent auf 4.297 Punkte.

Öl verbilligte sich, nachdem der saudische Ölminister Ali al-Naimi gesagt hatte, sein Land sähe den Ölpreis gerne unter 100 Dollar je Barrel. Der Juni-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI notierte bei 94,80 US-Dollar nach 96,13 Dollar zum Settlement am Freitag.

In Tokio legten Nippon Telegraph & Telephone (NTT) um 1,1 Prozent auf 3.540 Yen zu, nachdem der Telekommunikationskonzern eine optimistische Ertragsprognose gegeben hatte. Kansai Electric Power gewannen 5,6 Prozent auf 1.138 Yen. Der Stromversorger hat die Genehmigung zum Wiederanfahren zweier Atomreaktoren in Oi in der Präfektur Fukui erhalten. Als Reaktion auf die Havarie des Reaktors in Fukushima im März vergangenen Jahres sind derzeit alle Atomkraftwerke in Japan abgeschaltet.

Gesucht waren ferner Aktien japanischer Unternehmen, die stark am Export nach China verdienen. Dazu gehörten Fanuc, die um 1,8 Prozent auf 13.600 Yen vorrückten. Nissan büßten hingegen 2 Prozent auf 788 Yen ein. Der Automobilhersteller hat zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt und die Dividende erhöht, doch missfiel der Ausblick. Ein rückläufiges Quartalsergebnis ließ Yamaha um 7,6 Prozent auf 846 Yen fallen.

Südkoreanische Aktien verringerten im späten Handel ihre Verluste, als institutionelle Anleger wieder einstiegen. Dabei wurden hauptsächlich Technologiewerte und Automobilaktien gekauft. Unter anderem rückten Samsung Electronics um 0,8 Prozent auf 1.314.000 Won vor. Wegen des bevorstehenden EU-Finanzministertreffens und des deutsch-französischen Gipfels in dieser Woche hätten sich die Anleger aber etwas zurückgehalten, sagten Händler.

Chinesische Bankenwerte in Shanghai und Hongkong profitierten nicht von der PBoC-Lockerung, weil Daten zur Kreditvergabe im April, die schon am Freitag nach Handelsschluss veröffentlicht worden waren, deutlich schlechter als erwartet ausfielen. Unter anderem fielen ICBC in Hongkong um rund 2 Prozent und China Construction Bank um 2,5 Prozent. In Shanghai verloren China Merchants Bank 1,1 Prozent und Bank of China 1 Prozent. Chinesische Immobilienwerte wurden dagegen von der Hoffnung getragen, dass die Banken bei der Kreditvergabe nunmehr großzügiger sein könnten. Poly Real Estate gewannen in Shanghai 1,1 Prozent.

 
INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                     (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)             4.297,00   +0,28%        08.00 
Nikkei-225 (Tokio)               8.973,84   +0,23%        08.00 
Kospi (Seoul)                    1.913,73   -0,18         08.00 
Shanghai-Composite (Schanghai)   2.380,73   -0,60%        09.00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      19.737,13   -1,14%        10.00 
Straits-Times (Singapur)         2.876,40   -0,24%        11.00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Fr, 09.45 Uhr 
EUR/USD     1,2880  -0,1%     1,2888        1,29219 
EUR/JPY   103,2154  +0,1%   103,0704      103,11218 
USD/JPY    80,1210  +0,2%    79,9650           79,8 
USD/KRW  1151,1500  +0,2%  1149,2000        1148,58 
USD/CNY     6,3187  +0,1%     6,3113         6,3176 
AUD/USD     0,9982  -0,3%     1,0011        1,00237 
 
DJG/DJN/cln 
 

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

Bild: ©iStockphoto.com/Min-Gyu Seong

Diskussion zu diesem Artikel:

Über den Autor:

Dow Jones News

Umfrage

Der bekannte US-Ökonom Adam Posen reduziert die hohe Wettbewerbsfähigkeit und den Exporterfolg Deutschlands auf eine Kombination aus Niedrig-Löhnen und der Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse. Gleichzeitig mahnt er die mangelnde Investitionsbereitschaft hiesiger Unternehmen an. Hat er mit seiner Aussage Recht?


(Ergebnis anzeigen)

zum Umfrage-Archiv

Kursdaten: L&S Realtime - Börse Stuttgart + 15 Min. - Deutsche Börse AG + 15 Min.

provided by vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste AG

Quelle: WM Datenservice

Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG

The copyright of Nikkei 225 is owned by Nikkei Inc.

The Dow Jones IndexesSM are proprietary to and distributed by CME Group Index Services LLC and have been licensed for use.

For the Terms and Conditions of Use of the Dow Jones IndexesSM please see here.