MÄRKTE ASIEN/Chinesische Konjunkturdaten dämpfen Euro-Optimismus

Kategorie: Marktberichte | Asien-News | Marktberichte (Dow Jones) | Top-Artikel (Dow Jones) | Datum: 02.07.2012

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An den asiatischen Börsen hält der Optimismus zu Wochenbeginn zwar an, hat aber im Handelsverlauf bereits nachgelassen. Die Pläne zur Unterstützung der europäischen Banken, die auf dem EU-Gipfel Ende vergangener Woche beschlossen wurden, entfalten weiter ihre positive Wirkung, zumal auch die US-Börsen am Freitag positiv darauf reagiert hatten. Der Euro gibt nach seinem Sprung am Freitag zu Dollar wieder nach.

Erste Dämpfer bekommt die Stimmung jedoch von eher schwachen Konjunkturdaten aus China. Der offizielle Einkaufsmanagerindex ist im Juni auf ein Sieben-Monats-Tief gefallen, was erneut die Konjunkturverlangsamung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt widerspiegelt. Der Index fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 50,2, was aber noch etwas besser ist als von Volkswirten befürchtet. Entgegen der Erwartungen hält er sich zumindest noch knapp über der Schwelle von 50 und signalisiert eine Expansion der Wirtschaft. Der ebenfalls veröffentlichte HSBC-Einkaufsmanagerindex liegt bereits unter dieser Schwelle. Er fiel im Juni um ebenfalls 0,2 Prozentpunkte auf 48,2.

Ein zumindest kleines Gegengewicht bildet die jüngste Tankan-Umfrage der Bank of Japan. Derzufolge ist die Stimmung unter den großen Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe im vergangenen Quartal auf den Wert von Minus eins von zuvor minus vier gestiegen. In Tokio steigt der Nikkei-Index um 0,2 Prozent auf 9.023 Punkte. In Sydney geht es um 1,1 Prozent nach oben, während der Kospi in Seoul gut behauptet tendiert. In China gibt der Shanghai Composite Index belastet vom gesunkenen Einkaufsmanagerindex um 0,2 Prozent nach. Die Börse in Hongkong ist wegen eines Feiertages geschlossen.

Am Freitag waren die Aktienkurse in Asien und den USA noch deutlich gestiegen, nachdem die EU weitreichende Maßnahmen zur Bewältigung der Finanzkrise beschlossen hatten. Unter anderem soll die Bankenaufsicht zentralisiert und weitgehend der Europäischen Zentralbank zugewiesen werden. Zudem sollen notleidende europäische Banken nunmehr ohne Umweg über die Heimatstaaten Hilfe vom Euro-Rettungsfonds ESM bekommen können. Der Teufelskreis zwischen der Verschuldung der Banken und der Verschuldung der Staaten soll damit durchbrochen werden. Auch der Euro zog daraufhin kräftig an und die Renditen spanischer und italienischer Anleihen gaben deutlich nach.

"Es scheint ein generell stärkeres Gefühl im Markt zu geben, dass die europäischen Politiker jetzt entschlossener und mutigerer vorgehen. Das gibt ihnen hoffentlich deutlich mehr Luft zum Atmen, um auf den Maßnahmen aufzubauen", sagt Howard Archer, Volkswirt bei IHS Global Insight.

Unter den Einzelwerten ziehen am japanischen Aktienmarkt Exportwerte wie Toshiba und Nissan um gut ein Prozent an. Auch in Seoul legen die Autotitel von Hyundai Motor und Kia Motors um gut ein Prozent zu. Die Aktien von Sony geben von ihren frühen Gewinnen wieder etwas nach und legen um 0,3 Prozent zu. Einem Medienbericht zufolge will der Konzern seine Musik-Bibliothek in Japan für Apple-Geräte wie den iPod und das iPhone öffnen. Rohstofftitel profitieren von steigenden Preisen für Metalle und Öl am Freitag in New York. Der Aktien des Ölkonzerns JX Holdings und von Kobe Steel steigen um rund 1 Prozent.

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INDEX                                 Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                       (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)               4.137,50   +1,05%        08.00 
Nikkei-225 (Tokio)                 9.022,65   +0,18%        08.00 
Kospi (Seoul)                      1.858,15   +0,22%        08.00 
Shanghai-Composite (Schanghai)     2.226,56   +0,05%        09.00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)         Feiertagsbedingt kein Handel              0%        10.00 
Straits-Times (Singapur)           2.897,68   +0,67%        11.00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Do, 10.30 Uhr 
EUR/USD     1,2625  -0,4%     1,2673         1,2421 
EUR/JPY   100,7095  -0,6%   101,2793        98,5558 
USD/JPY    79,7590  -0,2%    79,9250        79,3405 
USD/KRW  1141,3200  -1,4%  1141,3200      1155,0000 
USD/CNY     6,3537  -0,1%     6,3537         6,3555 
AUD/USD     1,0226  -0,3%     1,0261         1,0075 
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