London (BoerseGo.de) - Großbritannien will der heimischen Finanzbranche strengere Regeln aufbürden. Allerdings erst ab dem Jahr 2019. Nach diesem Zeitpunkt sollen Banken ihr Investmentbanking strikt vom Privatkundengeschäft sowie Klein- bzw. Mittelstandsgeschäft trennen. Dies kündigte Finanzminister George Osborne am Montag in London an. Außerdem müssen größere Geschäftsbanken dann eine harte Kernkapitalquote von mindestens zehn Prozent vorweisen.
Die Expertenkommission ICB hatte bereits im September ein entsprechendes Regelwerk aufgestellt. Die neuen Postulate sollen im Jahr 2015 Gesetzeskraft erlangen, Wirkung entfalten sie hingegen erst im Jahr 2019.
Die Reformen werden die Londoner City jährlich zwischen 3,5 und 8 Milliarden Pfund kosten, sagte Osborne. Kompensiert wird der hohe Aufwand durch das niedrigere Risiko von Bankenpeiten.
Bernd Lammert
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